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Hate Speech & Fake News: Streichen Sie das! Ich meine: Blockieren Sie solche Leute…

Warum nur werden immer wieder etliche Mitmenschen ausfällig? Gatzen rum, beschimpfen und erniedrigen andere, verhöhnen Unfall- oder sogar Mordopfer (!)… Es ist beschämend zu beobachten, wer sich wie geriert – mit Namen und Gesicht öffentlich im Netz.

Nein! (Grafik: Geralt/Pixabay)

Hassreden, Hasskommentare und gezielt verbreitete Fake News sind an der Tagesordnung, leider. Ich blockiere diese Menschen nun, die Technik macht’s möglich!

In meiner News-Blase zum Beispiel bei Facebook, wo sich besonders viele dieser Real-Trolle tummeln, möchte ich von all dem Hass und Neid und der Missgunst nichts mehr zu lesen bekommen. Längst habe ich es aufgegeben, diesen Irregeleiteten gut zuzureden, sie zu beschwichtigen oder sie gar zu informieren.

Gebe ich damit auf? Lass ich damit #HateSpeech und #FakeNews freie Bahn?

Nein! Denn: Immer mehr User im Social Web erkennen, was ihnen hier zugemutet wird, wissen echte Wahrheit und Klarheit von Demagogie oder Niedertracht zu trennen. Das wird in aktuellen Umfragen zunehmend deutlich.

Wir dürfen beruhigt an das Gute glauben, an den Instinkt und Anstand der vielen, vielen Mitmenschen, die längst das falsche Spiel durchschaut haben.

Rote Karte für die, die Hass und Desinformation verbreiten!

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Über große Anerkennung, Glücksgefühle und Schaffenskraft – Warum Feuerwehr das neue Seelenheil ist

Von Carsten Hennig

So ganz in sich gekehrt ist niemand auf dem Löschfahrzeug. Wer sich vorstellt, hier säßen Gutmenschen des Modern Lifestyle, urbane Umweltritter mit Beyond Meat Gelüsten und Yoga New Thinking, darf laut auflachen. Feuerwehr, das sind Blut, Schweiß und Tränen, Mettbrötchen und deftige Sprüche. Klare Ansagen, extra fester Händedruck und keine komplizierten Sätze. Wer den Bruchteil einer Sekunde zögert, wird abgelöst. Wer sofort mit anpackt, wird umso stärker angefeuert. Kurzum: Eine toxische Umgebung für Mimimi-Sensibelchen. Dafür ein Kosmos für Macher, Schaffer, raue Typen & starke Frauen mit harter Schale, aber großem, weichen Herz. Wenn jetzt die Freiwillige Feuerwehr (FF-Bereiche Altona und Eimsbüttel) wie in halb Hamburg mit tausenden Plakaten, Pappaufstellern und Bannern um Nachwuchs wirbt – übrigens auch noch Mittvierziger! – dann ist das wie eine Mobilmachung der echten Gutmenschen, der Alltags-Anthroposophen, die sich jederzeit und erst recht um drei Uhr morgens zu Höchstleistungen antreiben, gerade wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. Die Freiwillige Feuerwehr und ihre Jugendorganisation (JF) sind eine der größten Werte-Zirkel Deutschlands, von höchster Reputation in Gesellschaft und Politik (Rang 1 im Gemeinwohlatlas 2019), ein starker Bund fürs Leben und vielleicht eine der langlebigsten sinnstiftenden Gemeinschaften des Landes.

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Eine der größten Werte-Gemeinschaften Deutschlands

Um deutlich zu werden: Feuerwehr mitzumachen ist kein Hobby zum An- und Ausknipsen, kein Zweitberuf zur Selbstverwirklichung – es ist Berufung und Seelenheil (für einen selbst und alle anderen), was nur echte Steher über raue Pfade zu den Sternen der höchsten Anerkennung erreichen. Starker Wille, eisernes Duchhaltevermögen und neben großem Mut viel, viel Schweiß sind dem tatkräftigen „Tetje Löschknecht“ ebenso wie der rhetorisch perfekt geschulten Führungskraft gemein. Da stehen dann alle in gerade Linie: Groß- und Kleingeister, Breitrücken und Wohlstandsbäuche, Stürmer und Dränger, Lautlacher und Introvertierte. Ränge und dicht besetzte Schulterklappen beeindrucken allenfalls kurzzeitig – dafür Erfahrung und detailreiche Fachkenntnisse der Feuerwehrtechniken umso stärker. Es ist eben Ehrensache, die dunkelblaue Uniform zu tragen und sich mit jedem noch so geringen Handgriff stetig ein Fitzelchen aus den Myriaden der flüchtigen Aufmerksamkeiten, einen anerkennenden Seitenblick zu sichern. Aus eigener Erfahrung ist zu berichten, dass die allzu menschliche Sucht nach Serotonin, vulgo: Lechzen nach Likes, die Alltagsdroge für Mikro-Glücksgefühle weitaus erfüllender nachts auf der Straße zwischen Nieselregen und Blaulicht-Geflimmer zu finden ist als im digitalen Kokon des Hosentaschen-Helferleins oder anderen schaurigen Scheinwelten.

„Die allzu menschliche Sucht nach Serotonin, vulgo: Lechzen nach Likes, die Alltagsdroge für Mikro-Glücksgefühle weitaus erfüllender nachts auf der Straße zwischen Nieselregen und Blaulicht-Geflimmer zu finden ist als im digitalen Kokon des Hosentaschen-Helferleins oder anderen schaurigen Scheinwelten.“

In den detailreichen Disziplinen Retten, Löschen, Bergen muss sich jeder dazu konditionieren, erst die Grundregeln stupide zu verinnerlichen und höchstens unter Dehnung aller Vorschriften situativ-kreativ anzupassen. Man sollte keineswegs unterschätzen, dass Löschangriffe oder technische Rettungseinsätze mit purem, stumpfen Krafteinsatz allein zu lösen wären. Stark ausgeprägte und ständig trainierte kognitive Fähigkeiten sind die Erfolgsfaktoren: Verlässlich funktionieren auch unter widrigsten Stressbelastungen, umsichtig und vorausschauend agieren auch bei größten Lärm, mit Bedacht entschlossen handeln auch unter stärkstem Zeitdruck. Was Einsatzkräfte der Freiwilligen zu leisten vermögen, steht in nichts der Tatkraft der Berufsfeuerwehr (BF) nach. Denn wie in Hamburg rücken die FF-Einheiten nachts und an den Wochenenden mit den Löschgruppen der BF aus, oftmals auch alleine. Und: Die Erwartung in der Bevölkerung, dass die Feuerwehr schnell kommt und die Probleme sofort lösen kann, ist allerorten hoch. Dem gerecht zu werden, ist eine Frage von Disziplin, hartem Training und heftiger Entschlusskraft.

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Feuerwehrmann, Feuerwehrfrau zu werden ist das persönliche Bekenntnis zu Teamarbeit, zu eindeutiger und proaktiver Kommunikation, zu Verlässlichkeit und Geradlinigkeit. Auch: Willen zum lebenslangen Lernen, gerade wenn ein Ausbilder gerade mal halb so alt wie man selbst ist. In die Feuerwehr einzutreten bedeutet, die eigenen Fähigkeiten zur Verantwortung selbstkritisch zu überprüfen und neu zu justieren. Kritik einzustecken, Ärger runterzuschlucken und einfach neu anzusetzen. Sich durchbeißen, niemals aufgeben, Zähne zusammenbeißen und Nerven beruhigen. Neudeutsch hashtaggen das manche als #Leadership. Kann man auch einfach als Selbstsicherheit, Hilfsbereitschaft und soziale Ader bezeichnen.

Vielleicht erklimmt man diesen Berg einfach in kleinen, kurzen Schritten. Erst einmal Schläuche rollen, konzentriert zuschauen, einfach dabei sein. Ein Jahr Freiwillige Feuerwehr wirken Wunder, fühlt sich an wie ein neues Leben. Klarer Blick, klares Ziel, gerader Weg – das prägt! Und nicht nur AHDS-dauerverdächtige Smartphone-Kids, sondern auch orientierungsgestresste Berufsanfänger und übersättigte Midlife-Krisen-Konsumenten. Feuerwehr, das ist wie Harley-Fahren, ein Eagle im Golfen – für Männer – oder der Traum von einem 25-jähriger Latino-Lover – für Powerfrauen – in einem. Dafür: ehrlich, mit Respekt und Glücksgefühlen auf dem Gipfel der körperlichen Erschöpfung. Sport, Fitness-Dauerprogramm und Gehirnjogging zum Nulltarif. Andere zahlen Unsummen für Fitnessclubs und Coaching – in der Feuerwehr-Uniform bekommen Sie das gratis! Kostet Sie nur soviel Zeit, wie Sie zu spenden bereit sind, mal ein bisschen mehr, mal halt etwas weniger. Lebensglück voll flexibel, meistens gerade ums Eck.

Was uns immer wieder neu anzieht, ist beispiellose Kameradschaft! Es herrscht absolute Chancengleichheit. Sozialer Status, Job und Beziehungsstand spielen hier keine Rolle. Alle sind gleich, alle stehen eng zusammen. Wer was wird, hat sich das hart erarbeitet. Wer einmal Rückhalt bei schwierigen privaten und/oder beruflichen Situationen braucht, findet ein engmaschiges Netz.

Wer #FeuerUndFlamme saug… findet, schreibt seine ganz eigenen Erfolgsgeschichten. Ruhm für Jedermann. Und dem Nächsten zur Wehr!

P.S. Nein, eine Rutschstange haben wir bei der FF nicht, das gibt‘s nur bei der Berufsfeuerwehr. Aber, hey, die suchen auch dringend Nachwuchs…

Über den Autor: Carsten Hennig, Jahrgang 1970, trat im Alter von 47 Jahren in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg ein und begann damit noch einmal eine Laufbahn von ganz unten. Der Journalist (knapp 30 Jahre in Fachmedien, Video & Audio) muss sich mit Mittzwanzigern messen, den hohen Anforderungen an die persönliche Einsatzbereitschaft gerecht werden und sich als Anfänger in diesem Handwerk durchschlagen. Bislang hat er es keine Sekunde bereut. 
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