Werte

Über große Anerkennung, Glücksgefühle und Schaffenskraft – Warum Feuerwehr das neue Seelenheil ist

Von Carsten Hennig

So ganz in sich gekehrt ist niemand auf dem Löschfahrzeug. Wer sich vorstellt, hier säßen Gutmenschen des Modern Lifestyle, urbane Umweltritter mit Beyond Meat Gelüsten und Yoga New Thinking, darf laut auflachen. Feuerwehr, das sind Blut, Schweiß und Tränen, Mettbrötchen und deftige Sprüche. Klare Ansagen, extra fester Händedruck und keine komplizierten Sätze. Wer den Bruchteil einer Sekunde zögert, wird abgelöst. Wer sofort mit anpackt, wird umso stärker angefeuert. Kurzum: Eine toxische Umgebung für Mimimi-Sensibelchen. Dafür ein Kosmos für Macher, Schaffer, raue Typen & starke Frauen mit harter Schale, aber großem, weichen Herz. Wenn jetzt die Freiwillige Feuerwehr (FF-Bereiche Altona und Eimsbüttel) wie in halb Hamburg mit tausenden Plakaten, Pappaufstellern und Bannern um Nachwuchs wirbt – übrigens auch noch Mittvierziger! – dann ist das wie eine Mobilmachung der echten Gutmenschen, der Alltags-Anthroposophen, die sich jederzeit und erst recht um drei Uhr morgens zu Höchstleistungen antreiben, gerade wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. Die Freiwillige Feuerwehr und ihre Jugendorganisation (JF) sind eine der größten Werte-Zirkel Deutschlands, von höchster Reputation in Gesellschaft und Politik (Rang 1 im Gemeinwohlatlas 2019), ein starker Bund fürs Leben und vielleicht eine der langlebigsten sinnstiftenden Gemeinschaften des Landes.

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Eine der größten Werte-Gemeinschaften Deutschlands

Um deutlich zu werden: Feuerwehr mitzumachen ist kein Hobby zum An- und Ausknipsen, kein Zweitberuf zur Selbstverwirklichung – es ist Berufung und Seelenheil (für einen selbst und alle anderen), was nur echte Steher über raue Pfade zu den Sternen der höchsten Anerkennung erreichen. Starker Wille, eisernes Duchhaltevermögen und neben großem Mut viel, viel Schweiß sind dem tatkräftigen „Tetje Löschknecht“ ebenso wie der rhetorisch perfekt geschulten Führungskraft gemein. Da stehen dann alle in gerade Linie: Groß- und Kleingeister, Breitrücken und Wohlstandsbäuche, Stürmer und Dränger, Lautlacher und Introvertierte. Ränge und dicht besetzte Schulterklappen beeindrucken allenfalls kurzzeitig – dafür Erfahrung und detailreiche Fachkenntnisse der Feuerwehrtechniken umso stärker. Es ist eben Ehrensache, die dunkelblaue Uniform zu tragen und sich mit jedem noch so geringen Handgriff stetig ein Fitzelchen aus den Myriaden der flüchtigen Aufmerksamkeiten, einen anerkennenden Seitenblick zu sichern. Aus eigener Erfahrung ist zu berichten, dass die allzu menschliche Sucht nach Serotonin, vulgo: Lechzen nach Likes, die Alltagsdroge für Mikro-Glücksgefühle weitaus erfüllender nachts auf der Straße zwischen Nieselregen und Blaulicht-Geflimmer zu finden ist als im digitalen Kokon des Hosentaschen-Helferleins oder anderen schaurigen Scheinwelten.

„Die allzu menschliche Sucht nach Serotonin, vulgo: Lechzen nach Likes, die Alltagsdroge für Mikro-Glücksgefühle weitaus erfüllender nachts auf der Straße zwischen Nieselregen und Blaulicht-Geflimmer zu finden ist als im digitalen Kokon des Hosentaschen-Helferleins oder anderen schaurigen Scheinwelten.“

In den detailreichen Disziplinen Retten, Löschen, Bergen muss sich jeder dazu konditionieren, erst die Grundregeln stupide zu verinnerlichen und höchstens unter Dehnung aller Vorschriften situativ-kreativ anzupassen. Man sollte keineswegs unterschätzen, dass Löschangriffe oder technische Rettungseinsätze mit purem, stumpfen Krafteinsatz allein zu lösen wären. Stark ausgeprägte und ständig trainierte kognitive Fähigkeiten sind die Erfolgsfaktoren: Verlässlich funktionieren auch unter widrigsten Stressbelastungen, umsichtig und vorausschauend agieren auch bei größten Lärm, mit Bedacht entschlossen handeln auch unter stärkstem Zeitdruck. Was Einsatzkräfte der Freiwilligen zu leisten vermögen, steht in nichts der Tatkraft der Berufsfeuerwehr (BF) nach. Denn wie in Hamburg rücken die FF-Einheiten nachts und an den Wochenenden mit den Löschgruppen der BF aus, oftmals auch alleine. Und: Die Erwartung in der Bevölkerung, dass die Feuerwehr schnell kommt und die Probleme sofort lösen kann, ist allerorten hoch. Dem gerecht zu werden, ist eine Frage von Disziplin, hartem Training und heftiger Entschlusskraft.

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Feuerwehrmann, Feuerwehrfrau zu werden ist das persönliche Bekenntnis zu Teamarbeit, zu eindeutiger und proaktiver Kommunikation, zu Verlässlichkeit und Geradlinigkeit. Auch: Willen zum lebenslangen Lernen, gerade wenn ein Ausbilder gerade mal halb so alt wie man selbst ist. In die Feuerwehr einzutreten bedeutet, die eigenen Fähigkeiten zur Verantwortung selbstkritisch zu überprüfen und neu zu justieren. Kritik einzustecken, Ärger runterzuschlucken und einfach neu anzusetzen. Sich durchbeißen, niemals aufgeben, Zähne zusammenbeißen und Nerven beruhigen. Neudeutsch hashtaggen das manche als #Leadership. Kann man auch einfach als Selbstsicherheit, Hilfsbereitschaft und soziale Ader bezeichnen.

Vielleicht erklimmt man diesen Berg einfach in kleinen, kurzen Schritten. Erst einmal Schläuche rollen, konzentriert zuschauen, einfach dabei sein. Ein Jahr Freiwillige Feuerwehr wirken Wunder, fühlt sich an wie ein neues Leben. Klarer Blick, klares Ziel, gerader Weg – das prägt! Und nicht nur AHDS-dauerverdächtige Smartphone-Kids, sondern auch orientierungsgestresste Berufsanfänger und übersättigte Midlife-Krisen-Konsumenten. Feuerwehr, das ist wie Harley-Fahren, ein Eagle im Golfen – für Männer – oder der Traum von einem 25-jähriger Latino-Lover – für Powerfrauen – in einem. Dafür: ehrlich, mit Respekt und Glücksgefühlen auf dem Gipfel der körperlichen Erschöpfung. Sport, Fitness-Dauerprogramm und Gehirnjogging zum Nulltarif. Andere zahlen Unsummen für Fitnessclubs und Coaching – in der Feuerwehr-Uniform bekommen Sie das gratis! Kostet Sie nur soviel Zeit, wie Sie zu spenden bereit sind, mal ein bisschen mehr, mal halt etwas weniger. Lebensglück voll flexibel, meistens gerade ums Eck.

Was uns immer wieder neu anzieht, ist beispiellose Kameradschaft! Es herrscht absolute Chancengleichheit. Sozialer Status, Job und Beziehungsstand spielen hier keine Rolle. Alle sind gleich, alle stehen eng zusammen. Wer was wird, hat sich das hart erarbeitet. Wer einmal Rückhalt bei schwierigen privaten und/oder beruflichen Situationen braucht, findet ein engmaschiges Netz.

Wer #FeuerUndFlamme saug… findet, schreibt seine ganz eigenen Erfolgsgeschichten. Ruhm für Jedermann. Und dem Nächsten zur Wehr!

P.S. Nein, eine Rutschstange haben wir bei der FF nicht, das gibt‘s nur bei der Berufsfeuerwehr. Aber, hey, die suchen auch dringend Nachwuchs…

Über den Autor: Carsten Hennig, Jahrgang 1970, trat im Alter von 47 Jahren in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg ein und begann damit noch einmal eine Laufbahn von ganz unten. Der Journalist (knapp 30 Jahre in Fachmedien, Video & Audio) muss sich mit Mittzwanzigern messen, den hohen Anforderungen an die persönliche Einsatzbereitschaft gerecht werden und sich als Anfänger in diesem Handwerk durchschlagen. Bislang hat er es keine Sekunde bereut. 
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Werte.Foundation gründet Privatstiftung für Hotellerie, Gastronomie sowie Meetings & Events

Für mehr Nachwuchsförderung – Initiator Bernd Fritzges & wachsendes Supporter Team planen eigenes Schulungsprogramm und Akademie

April 2019 – Zehn Jahre nach dem Start der WerteEvents erreicht die Werte.Foundation ihre nächste Dimension: Die Gründung einer Privatstiftung erfolgt noch in diesem Jahr. Dazu bringt Initiator Bernd Fritzges sämtliche geschaffenen Werte, Errungenschaften und Inhalte ein – das Stiftungskapital wird zusätzlich mit ausgewählten Partnern aufgestockt. Zweck der Privatstiftung Werte.Foundation ist die Förderung und Beratung von Nachwuchs in den Unternehmen in Hotellerie, Gastronomie und Meeting- & Events-Branche. Weitere Tätigkeitsfelder sind Veranstaltungen von WerteEvents und die Verbreitung des etablierten WerteKodex. 

„Mit der Gründung der Privatstiftung geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung“, freut sich Bernd Fritzges. Nach einer Dekade mit stark wachsenden WerteEvents und einer steigenden Zahl an Supportern formiert sich nun eine durchsetzungsstarke Organisation. Weitere Aufgabenfehler der Stiftung sind:

  • Nachwuchsförderung/-beratung mit umfangreichen Schulungsprogramm
  • Beratung von Top Talenten und High Professionals in Sachen Leadership, interne Kommunikation, Werte-orientiertes Handeln im Business-Alltag und Personalführung
  • WerteEvents mit Akademie-Charakter
  • WertePioniere-Beratung von Unternehmen in Sachen Corporate Governance und Werte-orientierte Kommunikation

Zu den tatkräftigen Mitstreitern in der Werte.Foundation zählen u.a. Prof. Dr. Thomas Apitzsch (FHAM München), Henrik Bollmann (Westfalenhallen Dortmund), Heike Klein (Estrel Berlin), Christian Böttcher (Hotel Esplanade Resort & Spa Bad Saarow), Angela Knoll und Melanie Kotek (beide: DB Vertrieb). 

#WirWollenWerte

„Zentrale Werte im harten Business-Alltag gewinnen massiv an Bedeutung – und das ist überfällig“, konstatiert Fritzges. Seien es harte Preisverhandlungen wie im MICE-Business üblich oder ruppige Führungsallüren im eng getakteten Alltag in Hotels, Restaurants und Eventlocations – die Rückbesinnung auf respektvollen Umgang miteinander, Achtsamkeit und proaktive Wertschätzung sind essentielle Basis für Harmonie und Erfolg. „Gerade in der von Personalnot geplagten Hotellerie und Gastronomie unterstützen wir die Betriebsinhaber und Führungskräfte im Werte-orientierten Leadership und geben damit wertvolle Impulse für erfolgreiches Employer Branding“, bringt es Fritzges auf den Punkt. Denn: Soziale Verantwortung des Arbeitgebers steht für immer mehr junge Leute bei der Auswahl eines Ausbildungsbetriebes und für die nächsten Karriereschritte zuoberst.

#WerdeStark

Mit dem WerteKodex wurde von einem Expertengremium ein allumfassendes Werk für Werte-Orientierung geschaffen; Download hier: https://werte.foundation/wertekodex/. Der Leitfaden bietet Handlungsempfehlungen im täglichen Umgang mit Mitarbeitern, Kunden/Gästen und Partnerunternehmen. „Selbst für mich ist es immer verblüffend, wie häufig ich im WerteKodex Parallelen – und vor allen Dingen Lösungsansätze – für meinen Alltag im internationalen MICE-Business finden kann“, gibt Fritzges freimütig zu. 

Die Werte.Foundation verstärkt nun ihre Öffentlichkeitsarbeit unter den Hashtags #WirWollenWerte und #WerdeStark. Im Blog werden aktuelle Themen aufgegriffen und nach dem Grundsatz „Neues & Debatte“ analysiert: https://werte.foundation/blog/. In einem innovativen Newsletter-Format werden Werte-relevante Themen aufbereitet. Zudem wird die tägliche PR-Arbeit im Social Web intensiviert. 

Sehen Sie dazu auch diese Videos: 

Nächstes großes WerteEvent Anfang 2020

Das nächstem große WerteEvent wird zum Jahresbeginn 2020 stattfinden – mit einem überraschenden „Big Bang“. Weitere Details werde in den kommenden Wochen dazu veröffentlicht. Zuletzt hatten zum WerteEvent im Spätsommer 2017 im Hotel Esplanade Resort & Spa in Bad Saarow am Scharmützelsee bei Berlin – das Haus ist ebenfalls WertePionier – hunderte WerteSupporter einen Event-Kongress mit höchst inspirierender Langzeit-Wirkung erleben dürfen. 

„Wir wollen weitere überzeugte WertePioniere begeistern und bitten daher Gleichgesinnte sich den entscheidenden Ruck zu geben und die Werte.Foundation zu bereichern!“, ruft Bernd Fritzges, künftiger Vorstand der Privatstiftung auf. Alle Informationen für künftige WertePioniere sind hier zu finden: https://werte.foundation/wertepionier/

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Das menschliche Leben ist absolut erhaltungswürdig

Im Rettungsdienst gibt es ein ehernes Gesetz: Leben vor Behinderung. Will heißen: Wird ein Mensch auch bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen, z.B. einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) verletzt, gilt dies entgegen der Rechtssprechung als vertretbar und stellt keine Körperverletzung (§223 StGB) dar. Vor diesem Hintergrund darf das nun höchsrichterlich gefällte Urteil gesehen werden: „Das menschliche Leben ist absolut erhaltungswürdig.“

Der Bundesgerichtshof hat in einem aktuellen, Aufsehen erregenden Urteil deutlich gemacht: Ein Urteil über den Wert eines Lebens stehe keinem Dritten zu. Ob ein Leben, obgleich es im behandelten Fall mittels künstlicher Ernährung erhalten worden war, „lebensunwert“ sei, verbiete sich jedwedes Urteil noch Maßnahmen dagegen.

Erste Hilfe ist Bürgerpflicht! Dabei gilt: Leben vor Behinderung (Foto: ASB-Bundesverband)

In der Urteilsbegrünung heißt es: „Das menschliche Leben ist ein höchstrangiges Rechtsgut und absolut erhaltungswürdig. Das Urteil über seinen Wert steht keinem Dritten zu. Deshalb verbietet es sich, das Leben – auch ein leidensbehaftetes Weiterleben – als Schaden anzusehen (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG). Auch wenn ein Patient selbst sein Leben als lebensunwert erachten mag mit der Folge, dass eine lebenserhaltende Maßnahme gegen seinen Willen zu unterbleiben hat, verbietet die Verfassungsordnung aller staatlichen Gewalt einschließlich der Rechtsprechung ein solches Urteil über das Leben des betroffenen Patienten mit der Schlussfolgerung, dieses Leben sei ein Schaden.“ – Quelle: https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019/2019040.html?nn=10690868

Der einem Grundsatzurteil gleichkommende Richterspruch legt den Fokus auf die WERTschätzung des Lebens, gleich welcher Qualität. Natürlich ist jedem Artikel 3 des Grundgesetzes geläufig:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Das menschliche Leben zu erhalten, zu achten und zu schützen ist als oberste Maxime unabdingbar – wir bei der WerteFoundation haben uns dazu verschrieben, dies ohn‘ Unterlaß in die Herzen hinaus zu tragen.

(Fotos: CM_DaSilva/Pixabay)

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Die Werte Erfolgsgeschichte geht weiter!

Bernd Fritzges zur 2. Werte Supporter Con im Estrel Berlin: Die Gründung der Privatstiftung ist ante portas! Der WerteKodex wird ausgeweitet – als Leitfaden und Handlungsempfehlung fürs Employer Branding nicht nur in der Hotellerie. Ein Update:

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Selbst schuld?

Just heute beklagte ein namhafter Koch: Mindestlohn + Schwarzgeld sind in der Gastronomie wahnsinnig weit verbreitet, noch immer. Da wundert man sich, warum keine neuen Leute mehr kämen… Der Nachwuchs- und Fachkräftemangel im Gastgewerbe ist eindeutig hausgemacht.

Die nächste große Zollrazzia kommt erwartungsgemäß im Frühjahr, gefolgt von einer politischen Kampagne der NGG (pauschale Branchenverunglimpfung; leider nicht ohne Grund) und auf Ebene der EU-Kommission regt sich der Unmut öffentlich klar wahrnehmbar; auch von dort sind neue Verordnungen zu erwarten.

Passend dazu das Bekenntnis von Top-Gastronom Patrick Rüther, Chef des Netzwerkes „Leaders Club“, in einem Gastbeitrag: „Viele Probleme sind hausgemacht. Eine lange und manchmal angestaubte Ausbildung, unwürdige und schlechte Arbeitsbedingungen, halbseidene Gastronomen, die schwarze Kassen führen. All das hat zu den aktuellen Entwicklungen geführt.“ 

Da bedarf es mutiger Hoteliers wie zuletzt Philip Borckenstein von Quirini, der als General Manager im Hotel Empire Riverside Hamburg eine PR-Kampagne für mehr Gehälter für Köche startete; und prompt dafür von Kollegen heftig kritisiert wurde – warum wohl? …

Bitter, dass eine so vor Karrierechancen trotzende Branche wie das Gastgewerbe massiv im Fairness werben muss… „Fair Job Hotels“ ist eine hehre Initiative von Tophotels, die mit bestem Beispiel vorangehen wollen. Wohlgemerkt, eine Vereinigung von Unternehmen, nicht die eines Branchenverbandes, der Nachwuchs- und Imagewerbung noch immer zu zaghaft anpackt. 

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Werte geht weiter! #WirWollenWerte

Werte geht weiter – mit Volldampf voraus! Bei der Werte Supporter Con in den Westfalenhallen Dortmund wurde ein umfangreicher Maßnahmenplan besprochen. Soviel vorab:

  • Der nächste, große WerteEvent findet im Januar 2020 statt!
  • Die Gründung einer realen Werte Stiftung (#WerteFoundation) wird vorbereitet!
  • Die Weiterverbreitung unter dem Hashtag #WirWollenWerte wird entscheidend ausgebaut!

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Werte lehren – Das steht auf der Werte-Agenda 2019: Faktor Mensch & Menschlichkeit in der Digitalisierung stärken!

2019 ist das Jahr der Werte! Das behaupte ich nur ich – und weitere Mitstreiter und Unterstützer der WerteFoundation – sondern etliche andere Top-Meinungsbildern. So überrascht jüngst Jack Ma, Gründer des chinesischen Internet-Giganten Alibaba, mit dem Bonmot: Unseren Kindern sollten wir vor allem Werte lehren – so könnte die rasch fortschreitende Künstliche Intelligenz nicht einholen. Ein weise Weitsicht!

So überrascht jüngst Jack Ma, Gründer des chinesischen Internet-Giganten Alibaba, mit dem Bonmot: Unseren Kindern sollten wir vor allem Werte lehren - so könnte die rasch fortschreitende Künstliche Intelligenz nicht einholen.  (Screenshot: Tagesschau)

„Immer häufiger aber auch um den Stil unseres Miteinanders, um unsere Werte: Offenheit, Toleranz und Respekt. Diese Werte haben unser Land stark gemacht.“ Dies konstatierte Bundeskanzlerin Merkel zur Jahreswende und legte den Finger in die digitale Wunde der Oberflächlichkeiten und leichtfertigen Hassreden. Ihre Mahnung: Dafür müssten sich alle Bürger gemeinsam einsetzen – auch wenn es unbequem und anstrengend sei. Gut gebrüllt, Löwe!

Just in der Anonymität des digitalen Fortschritts ist der „Faktor Mensch“ – und Menschlichkeit, sic! – wieder zu entdecken: Persönliche, ausführliche Gespräche ohne Ablenkung durch Unsinn-Likes & Postings bei Facebook & Co.! Bleibende Erinnerungen von persönlichen Erlebnissen und merk-würdigen Augenblicken mit anderen Menschen – statt bloßer Blinkerei auf viel zu kleinen Bildschirmen! Beeindruckende und inspirierender Austausch untereinander – um Kreativität und Know-how-Transfer zu fördern!

Der Roboter, mein Freund und Helfer - Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenzen im Unternehmen

Interessant zu beobachten ist, wie die Grundwerte der Achtsamkeit und des Mitgefühls in der Führungsverantwortung wieder Einzug halten. Team-orientiertes Leadership wird überdeutlich allerorten als Maxime annonciert – damit wäre ein Neuanfang gemacht. Aber auch im hektischen Alltag im Sales & Marketing wäre etwas mehr Werte-Orientierung angebracht: Weniger Messenger-Denglisch, mehr direkter Austausch. Und einfach mal: Zuhören!

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Mad for Likes? Der gesunde Menschenverstand geht auch in der digitalen Kakophonie nicht verloren, hoffentlich…

Hehre Worte vom ehemaligen Staatsoberhaupt: „Wir müssen die Ängste der Menschen ernst nehmen, dürfen ihnen aber nicht folgen“, konstatierte Joachim Gauck bei der Verleihung des Friedenspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an ihn. Und weitere Worte wie in Stein gemeißelt: „Toleranz entsteht dann, wenn wir tief überzeugt sind von unseren Grundwerten und trotzdem noch offen sind für jene, die dazu Fragen oder Kritik haben.

Toleranz für Andersdenkende ist das Eine, Vertrauen in die Risikokompetenz extrem Denkender das Andere. Viele Angstreaktionen oder Ablehnungen Andersdenkender und Andersaussehender zeugen von Unkenntnis, ob gewollt oder nicht. Diese als bloß grunddumm abzustempeln, ist zwar einfach aber wenig zielführend. Doch es braucht schon Engelsgeduld, diejenigen die ihre vorgefasste Meinung zu korrigieren kaum bereit sind, zum Nachdenken und ggf. zur Kurskorrektur zu bewegen.

In Zeiten digitalen Sendungsbewusstseins sind zwei uralte Werte in einem gerüttelt Maß vonnöten: Gelassenheit und Kritikfähigkeit. Im täglichen Diskurs muss man nicht jedes dahinnotierte Wort in die Wagschale legen – und nicht jede noch so harsche Replik als persönlichen Affront parieren. Oftmals zeigt es sich, dass auch intelligente Gesprächspartner zwar im Social Web Wolfszähne zeigen, jedoch im persönlichen Austausch lammfromm sind bzw. sich für ihre Ausfälle gar entschuldigen.

Vielleicht liegt es in der Natur der digitalen Sache, dass man bei Facebook, Instagram, Youtube, Twitter & Co nur mit überdeutlichen und stark auf pure, sekundenschnell vergehende Aufmerksamkeit („Mad for Likes“) setzen muss. Von überlegter oder gar durchdachter Äußerung im Sinne des ergebnisoffenen Diskurses ist da kaum eine Spur. Oder eben kaum ein Klick.

Kein Wunder, dass manipulierte Fake-Fotos und einseitig darstellende Kurz-Videos große Popularität besitzen. Angst haben muss man indes nicht. Der gesunde Menschenverstand geht auch in der digitalen Kakophonie verloren – zumindest solange meinungsprägende Mahner ihre Stimme erheben und so manchen Voreiligen die Leviten lesen – auch im Netz.

Das sind die drei Werte, die den Kern der Menschenrechte und Grundfreiheiten aus Basis der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen bilden:

  • Toleranz, konkret: anderen Kulturen und Religionen weltoffen zu begegnen
  • Authentizität, konkret: Vielfalt als Normalität und Bereicherung verstehen und seine eigene Identifikation zu festigen
  • Partizipation, konkret: sich an der Gesellschaftsentwicklung beteiligen

Gerade in unseren Zeiten der Kontroverse sind Vorbilder hinsichtlich deren Grundsätze für wertegeleiteten Handeln zu überprüfen. Moral Watching ist eine Aufgabenstellung, die neben seriösen, professionellen Berichterstattern auch etliche andere Multiplikatoren übernehmen, stets in Abwägung der Thesen, Meinungen, Fakten und bei Lichte der hintergründigen Faktoren. Es bedarf des Mutes zu klaren Positionierungen zum Beispiel bei rechts- oder linksextremen Beiträgen im Social Web oder im persönlichen Kontext. Je stärker sich Teile der Gesellschaft gegen demokratische Grundwerte richten, umso mehr ist eine klare Haltung notwendig. Ergo darf man von Meinungsführern durchaus erwarten, gegen Hate Speech offen zu Felde zu ziehen. Wer Vorbild sein möchte, muss auch führen können – und sich aus der Deckung wagen.

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