WerteNews

wissendenken berichtet über das Präsentationsformat Duett, den WerteKodex und das WerteEvent 2018

Über das Präsentationsformat Duett, den WerteKodex und das WerteEvent 2018

WertePionierin Annette Hexelschneider von wissendenken berichtet in ihrem aktuellen Blogpost über das Präsentationsformat Duett, den WerteKodex und ihre Eindrücke vom WerteEvent 2018.

Lesen Sie den vollständigen Blogbeitrag hier: https://wissendenken.com/visuelle-kommunikation/praesentationsformat-duett/

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WerteEvent startet neue Kooperation mit W.I.N Women in Network®

WerteEvent Kooperation mit W.I.N Women In Network

Symbolfoto ©DDRockstar

Strategische Zusammenarbeit mit führender Community für Business- und Karrierefrauen – 3 Toprednerinnen für Scoutcamps am 29. August im Hotel Esplanade Resort & Spa Bad Saarow

(Bad Saarow, 08. August 2018) Die Zukunft ist weiblich! Was als Schlachtruf zum Untergang des alten Patriarchats verstanden werden kann, gilt vor allem beim WerteEvent, dem Think Tank für das MICE Business, als Zukunftsprogramm. Werte-Initiator Bernd Fritzges startete nun eine strategische Kooperation mit W.I.N Women in Network®, der führenden Community für Business- und Karrierefrauen. Beim WerteEvent am 29. August im Hotel Esplanade Resort & Spa Bad Saarow werden u. a. drei herausragende Keynote Speakerinnen auftreten.

„Mit unserem Relaunch des WerteEvents bringen wir beeindruckende Frauen mit sehr inspirierenden Themen auf die Bühne. Neben der Keynote Speakerin Ramona Kühne, eine der erfolgreichsten Profi-Boxkämpferinnen aller Zeiten, die zum Topthema „Fail for success“ sprechen wird, sind dies die bekannten Keynote Speakerinnen Barbara Baratie, Monika Schubert und Dr. Stephanie Robben-Beyer. Sie werden unsere Werte-Themen mit ungewöhnlichen und unterhaltsamen Themen bereichern“, freut sich Bernd Fritzges.

Das gesamte Programm des WerteEvent ist online: https://werte.foundation/programm/

Aktuelle Hintergrundinfos zur Werte Foundation lesen Sie im Liveblog: https://werte.foundation/liveblog/

 

Das sind die Themen der WINExpertinnen vom W.I.N Campus, der Agentur von W.I.N Women in Network®

Barbara Baratie: Jeder Jeck ist anders!

Gekonnt und mit Witz entführt Barbara Baratie Sie in diesem interaktiven Impuls in die Welt der Psychologie, Soziologie und Kommunikationswissenschaften. Sie erkennen Ihre EIGENART, Ihre Werte und erfahren zugleich, wie Ihr Gegenüber tickt, welche Werte hier im Vordergrund stehen. Und schon wissen Sie, wie Sie einen guten Draht zum Gegenüber finden. Der Schlüssel zu Ihrem Gegenüber liegt im Wertesystem, das tief in uns verborgen ist und sich doch ganz einfach erkennen lässt, wenn man weiß wie… Ein Impuls, der ganz nebenbei das Betriebsklima verbessert, Teams zu mehr Spitzenleistung anspornt und ganz einfach die Kommunikationskanäle öffnet.

Vita: Barbara Baratie ist Unternehmensberaterin, Coach und Autorin. Als Dipl. Sozialpädagogin kennt Barbara Baratie den Weg, Menschen zu bewegen. Als Dipl. Betriebswirtin weiß sie, was Erfolg ausmacht. Barbara Baratie ist sicher: Erfolg entsteht im Kopf und wird dann möglich, wenn Menschen in einem Umfeld wirken, in dem sie ihre Wertvorstellungen zeigen und leben können. Baratie trägt mit ihrem 20-köpfigem, international aktiven Experten-Team seit 2006 Innovation, Motivation und Führungskraft in die Unternehmen. Sie ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Managementberatung „Die Unternehmensentwickler“, zudem Gründerin und Geschäftsführerin des „unternehmerinnen forum niederrhein“.

Sie ist beauftragt, als Dozentin an der FOM – Hochschule für Oekonomie & Management angehende Wirtschaftspsychologen zu Gesprächskompetenz und Führungspsychologie auszubilden. Als zertifizierter Coach für Persönlichkeitsanalysen und Teamentwicklung (TMS ®) zeigt sie persönliche Stärken und Herausforderungen auf.

In ihrem interaktiven Vortrag „Jeder Jeck ist anders!“ erleben die Mitwirkenden, welche inneren Werte sie antreiben und wie sie den „heißen Draht“ zum Gegenüber finden.

2014 wurde sie zur VorBildUnternehmerin des Bundeswirtschaftsministeriums berufen.

2015 erschien ihr Buch „Hoch hinaus!“.

Monika Schubert: Werte und Mut: Ihr Kompass für eine nachhaltige Zukunft

Kultureller Change ist eine Reise. Diejenigen, die den Weg des Wandels einschlagen, werden Visionen erschaffen und diese immer weiter ausformen. Es gilt Marktbedingungen und Bedürfnisse der Menschen miteinander zu verbinden, um auf der Grundlage gemeinsamer Werte etwas zu schaffen, das Sie sich jetzt noch nicht vorstellen können. Monika Schubert inspiriert Sie zu Mut und Zuversicht, um aus Ihrer Wertegemeinschaft eine nachhaltige und prägende Kultur zu entwickeln. Entdecken Sie die Lust an Ihrer „Kulturreise“.

Vita: Monika Schubert ist Film und Business Expertin für Persönlichkeit, Kreativität und Wirkungsmacht. Nach einer Weltreise studierte sie zuerst Soziologie, Politologie und Wirtschaft. Doch es zog sie mehr zum Avantgarde Theater als zur Wissenschaft.

Sie hat Hauptrollen gespielt, ist durch Europa und Lateinamerika getourt, hat eigene Produktionen auf die Beine gestellt und mit internationalen Theatergrößen zusammengearbeitet. Nach 12 Jahren Tätigkeit als Schauspielerin und einer Lebenskrise erkannte sie, dass sich ihre Berufung als Coach weiterentwickelt. Sie hat über 500 Schauspieler*innen für Drehs vorbereitet und coacht Medienschaffende in Selbstvermarktung, Leadership und Schauspielführung. Sie hat als Unternehmerin erfolgreich Trends erkannt und gibt ihr Wissen als Dozentin an Filmakademien weiter. Heute ist sie eine namhafte Expertin in der Film- und Medienbranche.

Seit über 10 Jahren berät und coacht sie Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit stehen und Verantwortung tragen, sowie Unternehmen und Top-Entscheider in Change-Prozessen zu den Themen: Bühne, Leadership und Heldentum.

Ihr Motto: Übernimm die Regie in Deinem Film!

Dr. Stephanie Robben-Beyer: Familiäre Kompetenzen – DAS unterschätzte Potential

Führungsalltage im Unternehmen und in der Familie weisen erstaunlich viele Gemeinsamkeiten auf. Jedoch werden die jeweils genutzten Kompetenzen selten von einer Lebenswelt in die andere übertragen. Familie als Kompetenzzentrum, als Lernort und damit Familie als Karrierebaustein sollte Teil der zukünftigen Unternehmenskultur sein. Mütter und Väter erwerben durch ihr Elternsein wesentliche Ressourcen und Kompetenzen, die sie – wenn diese erkannt, anerkannt und am Arbeitsplatz gezielt eingesetzt werden – wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen können.

Welche Ressourcen / Kompetenzen sind das z. B.? Vorbild sein, Führen wollen, Ziele setzen, motivieren, Feedback geben, Sicherheit vermitteln, Zeitmanagement, Prioritäten setzen, Gelassenheit und viele mehr. Arbeitgeber sollten diese Kompetenzen erkennen und sich „trauen“, Eltern damit und darin zu fördern.

Dazu sind die Unterstützung durch eine familienfreundliche Kultur, familienfreundliche Arbeitsumstände nötig. Familie muss als Wert entdeckt und gefördert werden – unter anderem als Strategie gegen „braindrain“.

Vita: Promovierte Altphilologin und ehemalige Gymnasiallehrerin (u. a. Lyceum Alpinum, Zuoz), ist Business Coach mit dem Spezialgebiet „Empathische Kommunikation“, Moderatorin und Key Note Speakerin.

In ihren sehr persönlichen Coachings unterstützt sie ihre Klienten, Softskills zu wirksamen Führungsstärken aus- und aufzubauen. Sie ist Sparringspartner in wertschätzender Kommunikation und feilt so an emotionaler und sozialer Kompetenz.

Sie bietet und entwickelt lebensnah, tailor-made und stets mit einem Quäntchen Humor Konzepte zur beruflichen Förderung und Karriereforcierung von Führungskräften, Managern und Top-Managern.

Insbesondere die sozialen und emotionalen Kompetenzen, die Eltern im alltäglichen „Tohuwabohu“ erwerben, können gewinnbringend in den unternehmerischen Alltag eingebracht werden.

W.I.N Women in Network® ist die Community für Frauen in Business und Karriere für ihre überregionale Vernetzung, für den Austausch mit Frauen auf gleicher Augenhöhe und dem Interesse, ihr persönliches Netzwerk im gesamten europäischen Raum sowohl persönlich als auch virtuell zu erweitern. Die Marke W.I.N Women in Network® steht für Professionalität und Authentizität und gibt Frauen Sichtbarkeit und eine Stimme am Markt. W.I.N Gründerin ist die Netzwerkexpertin und Unternehmensberaterin Petra Polk.

Mehr: www.win-women-in-network.com

 

Über WerteFoundation

Die WerteFoundation ist eine Initiative für Werte in der deutschen Eventbranche und gilt als Think Tank für Austausch, Miteinander und gegenseitige Förderung und Wertschätzung im MICE Business. Das Kompetenzzentrum ist Veranstalter des jährlichen WerteEvent und Initiator des Wertekodex.

Mehr: werte.foundation

Ansprechpartner für Medien, Blogger und Multiplikatoren:

Bernd Fritzges
Agentur Fritzges
Appeler Str. 11b, 21279 Appel/Hollenstedt
Tel.: +49 4165 9979005
E-Mail:  office@werte.foundation

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WerteEvent startet mit neuem Konzept durch: Fail for success!

WerteEvent 2018 - FAIL FOR SUCCESS

Relaunch für Think Tank im MICE Business – Neues Veranstaltungsformat mit Barcamp-Charakter und Match-Making am 29. August im Esplanade Resort Bad Saarow

(23. Juli 2018) Der Wertekodex ist etabliert, die WerteFoundation entwickelt sich stetig weiter und das renommierte WerteEvent startet mit einem neuen Veranstaltungsformat am 29. August im Hotel Esplanade Resort & Spa Bad Saarow durch. Der Think Tank für die MICE Branche wird von Bernd Fritzges dieses Jahr unter dem Masterthema „Fail for success“ ausgerichtet. Die Key Note dazu wird Ramona Kühne, eine der erfolgreichsten Profi-Boxkämpferinnen aller Zeiten, halten. Neu sind drei Workshop-Slots, deren Themen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Vorfeld eingereicht wurden. Alle Infos zum WerteEvent und dem Programm unter www.werte.foundation

„Mit Werte entwickeln wir uns in Richtung 4.0 sowohl in technologischer Hinsicht als auch im Relaunch des Veranstaltungsformats“, erläuterte Eventmacher Bernd Fritzges. „Wir wollen User Engagement während des Werte Events face-to-face vor Ort und auch digital im Live Blog fördern – und setzen dafür mit verstärkter Mannschaft und innovativen Tools voll auf den inspirierenden und konstruktiv-kritischen Austausch“, so Fritzges weiter. Unter https://werte.foundation/liveblog/ wird ab sofort rund um den Wertekodex und das WerteEvent gebloggt.

Die drei Workshop-Slots des Werte Events werden von kompetenten Rednern und Moderatoren wie Markus F. Weidner, Walter Trotter, Tim Cudok, Andreas Winkler und den erfolgreichen Key Note Speakerinnen Monika Schubert, Barbara Baratie, Dr. Stephanie Robben-Beyer und Cornelia Krenz geleitet. Durch eine neue, enge Zusammenarbeit mit Women in Network (W.I.N) werden künftig toughe Frauen für das Werte Event gewonnen. Weiterhin bleibt die persönliche Begegnung und der ausführliche Austausch wie beim Get-together am Vorabend, beim Match-Making in den Netzwerkpausen und beim anschließenden Barbecue einer der wichtigsten Inhalte. Denn: Werte-Teilnehmer zeichnen sich durch Querdenken und Voraussicht aus und befruchten sich gegenseitig in Visionen, Vorhaben und Werte-orientiertem, nachhaltigem Handeln.

Wer Werte-Pionier Bernd Fritzges, auch Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO), kennt, weiß, dass auch sein Scoutcamp-Thema „WerteEvent: Vom Konsumenten zum Aktivisten“ mit konkreten Handlungsempfehlungen und Anstößen enden wird. Aktuelle Berichte vom WerteEvent werden laufend im Live Blog veröffentlicht: https://werte.foundation/liveblog/

Über WerteFoundation

Die WerteFoundation ist eine Initiative für Werte in der deutschen Eventbranche und gilt als Think Tank für Austausch, Miteinander und gegenseitige Förderung und Wertschätzung im MICE Business. Das Kompetenzzentrum ist Veranstalter des jährlichen WerteEvent und Initiator des Wertekodex.

Mehr: www.werte.foundation

Ansprechpartner für Medien, Blogger und Multiplikatoren:

Bernd Fritzges
Agentur Fritzges
Appeler Str. 11b, 21279 Appel/Hollenstedt
Tel.: +49 4165 9979005
E-Mail:  office@werte.foundation

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FAIL FOR SUCCESS – WerteEvent mit Relaunch in Bad Saarow

 

In der Dependance des Hotel Esplanade in Bad Saarow werden die Workshops zum WerteEvent stattfinden.

Der diesjährige Veranstaltungsort der Werte-Gemeinschaft der deutschen Eventbranche steht fest. Im Hotel Esplanade in Bad Saarow werden Vertreter der Veranstaltungsindustrie am 29. August 2018 den Relaunch des WerteEvents erleben. Warum es die Veranstalter ESTREL Berlin und Bernd Fritzges an den Scharmützelsee in Brandenburg zieht und welche Neuerungen die Teilnehmer erwarten dürfen, wurden jetzt bekannt gegeben.

Bernd Fritzges ist einer der Intitiatoren der ersten Stunde des WerteEvents

Schon seit einigen Wochen ließ die Bekanntgabe des Veranstaltungstermins für das WerteEvent 2018 auf sich warten. Zum Jahresbeginn las man, dass die WerteFoundation sich stärker auf die aktiven Unterstützer des WerteKodex konzentrieren werde. Es wurde eine Petition gestartet, um weitere Mitstreiter ausfindig zu machen. „Meine persönliche Zielvorgabe wird es sein, mindestens 400 weitere Commitments zum WerteKodex der deutschen Eventbranche bis zum nächsten WerteEvent einzuholen“, so der Veranstalter Bernd Fritzges im Januar. Diesem Aufruf folgten bisher 129 Unterstützer, die die Petition unterzeichneten – nicht genug für Fritzges.

Der WerteKodex steht im Mittelpunkt

Das ESTREL Berlin ist ebenfalls Initiator und Veranstalter des WerteEvents und wird vertreten durch Heike Klein.

Die Veranstalter haben sich intensiv mit Teilnehmern des letzten Jahres sowie den WertePionieren ausgetauscht. Mit „WertePionier“ werden die Unternehmen bezeichnet, die bereits im ersten Jahr nach Veröffentlichung des WerteKodex ihr Commitment zu den Leitsätzen der WerteFoundation abgeben hatten. Das Ergebnis war sehr eindeutig: Die Teilnehmer möchten sich stärker an der Entwicklung des Werte-Projektes beteiligen. Das WerteEvent soll hierfür den Raum schaffen, das zu ermöglichen. Hinzu kam der eindeutige Wunsch der Teilnehmer, dass Partner und Unterstützer auch nur aus einer „echten“ Motivation heraus dabei sein sollten und nicht nur die positive Wahrnehmung der Veranstaltung nutzen, um sich zu präsentieren.

„Abgesehen von der exklusiven Keynote-Speakerin werden wir generell den Show-Charakter etwas runterfahren, was nicht bedeutet, dass wir keinen Spaß haben werden“, beschreibt Fritzges den Ansatz der Veränderungen und ergänzt: „Allerdings verzichten wir bewusst auf kostenintensive Inszenierungen, Show-Programm und bei den Workshops besteht nicht mehr der Bedarf, Profi-Speaker ausfindig zu machen.“

Denn diese Konferenz soll nur Teilnehmer ansprechen, die ausschließlich auf Basis ihrer intrinsischen Motivation dabei sein wollen und sich eventuell stärker einbringen möchten. Die Atmosphäre der Veranstaltung soll dabei nicht leiden. Ein Markenzeichen des WerteEvents war es u. a. immer, dass Menschen sich fachlich auf einer persönlichen Ebene in lockerer Atmosphäre austauschen können. Hierbei wurde daher immer sehr großen Wert auf die Gestaltung der Netzwerkflächen und Cateringbereiche gelegt. Mit dem Hotel Esplanade in Bad Saarow hat man somit einen Wunschort gefunden, da der geschäftsführende Hoteldirektor Tom Cudok und sein Team auch voll hinter dem Projekt stehen. So gehört das Haus auch zu der Gruppe der ca. 40 WertePioniere.

WerteEvent

Hier noch die Spendenübergabe 2017 in Dortmund. Ab sofort wandern alle Überschüsse direkt in das Werte-Projekt.

Darüber hinaus wird die Unterstützung für den RTL-Spendenmarathon und Schirmherr Wolfram Kons, an den insgesamt mehr als 60.000 Euro übergeben wurden, eingestellt. Zwar seien die Veranstalter von dem Charity-Gedanken und der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern e. V.“ nach wie vor überzeugt, doch aufgrund der Nachbetrachtung gerade der letzten beiden Jahre, in denen der WerteKodex entwickelt wurde, habe man sich so entschieden. „Der wirtschaftliche Druck und die emotionale Verpflichtung, einen Scheck zusammen zu bekommen, haben mich persönlich und das Werte-Projekt teilweise blockiert“, begründet Fritzges diesen Schritt. „Man kann nur geben, wenn man selbst Überschüsse besitzt.“ Daher konzentriert sich das Veranstalter-Team darauf, Überschüsse für das eigene Projekt zu generieren. Ab sofort wandern alle Erlöse direkt in das Werte-Projekt, um Aktivitäten, Aktionen und Ideen der Werte-Gemeinschaft finanziell unterstützen zu können.

Schon immer hatte das Werte-Team ein gutes Händchen für Keynotespeaker. 2018 wird die erfolgreichste Boxkämpferin aller Zeiten Ramona Kühne auf der Bühne stehen.

Kreiert das WerteEvent ein neues Veranstaltungsformat?

Das nun entwickelte Programm kommt mit neuen Inhalten und organisatorischen Abläufe daher. Man hat sich darauf konzentriert, die Stärken der Veranstaltung beizubehalten und mit den eingebrachten Feedbacks zu kombinieren. So startet die Werte-Konferenz wie auch in den Vorjahren bereits am Vorabend mit einem Get-together für Teilnehmer, Unterstützer und Organisatoren.
Der eigentliche Kongresstag beginnt am 29. August um 11 Uhr mit einer Keynote der amtierenden und erfolgreichsten Profi-Boxkämpferin aller Zeiten. Ramona Kühne wird unter dem Titel „FAIL FOR SUCCESS“ u. a. die Frage beantworten, wie man mit Niederlagen umgeht. Denn nur wer sich mit einer Niederlage auseinandersetzt, kann Weltmeister werden oder andere Erfolge haben.

Danach folgen jeweils im Wechsel drei Workshop-Slots mit zwei Match-Making Netzwerkpausen. Die Agenda gestaltet die Werte-Gemeinschaft selbst. Im Vorfeld werden Themen, Anregungen und weitere Anstöße bei den Teilnehmern und WertePionieren eingeholt. Im Anmeldeprozess sind die Vorschläge alle transparent sichtbar. Teilnehmer, die ein Thema vorschlagen und sich bereit erklären, dieses zu moderieren, profitieren von exklusiven Vergünstigungen. Bis 16. Juli wird so die vollständige Agenda stehen.  Derzeitig wurden von den Veranstaltern Themenvorschläge eingebracht:

•    Warum brauchen wir den WerteKodex in der Veranstaltungsbranche?
•    Wie sollen sich die Werte-Gemeinschaft, das WerteEvent und der WerteKodex weiterentwickeln?
•    Wer aus der Werte-Gemeinschaft möchte sich stärker einbringen?
•    Welche neuen Netzwerke unterstützen die WerteFoundation?

Insgesamt können so bis zu 9 Themen berücksichtigt werden, da jeweils 3 Workshops parallel laufen. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass nicht jeder Teilnehmer „gezwungen“ wird, in eine interaktive Vorreiterrolle schlüpfen zu müssen. Die aus der Veranstaltung entwickelten Ergebnisse werden zum Abschluss der Konferenz vorgestellt und werden über die weitere Zukunft des Projektes entscheiden. Der beliebte Ausklang mit Barbecue und intensiven Gesprächen bis in die Nacht bleibt ebenfalls bestehen. „Auch wenn es ein wenig wie die Vermischung unterschiedlicher klassischer und interaktiver Veranstaltungsformate wirkt, so ist dieser Ablauf die Kombination unserer positiven Erfahrungen und Wünsche der Werte-Gemeinschaft“, erläutert Fritzges. Auf die Frage, ob diese Veränderungen zum weiteren Ausbau der Community erfolgreich beitragen wird, schmunzelt der 40jährige Veranstalter und sagt: „Fail for success war nicht ohne Grund mein Wunschmotto für dieses Jahr!“

Zum Programm und zur Anmeldung gelangt man hier.

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400 neue Unterstützer für den WerteKodex

 

Rückblick auf die Entwicklung der WerteFoundation in 2017

In den letzten Jahren haben wir mit dem Werte-Projekt viel erreicht. Das WerteEvent hat mehr als 60.000 Euro Spendengelder für die Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern e. V.“ generiert, im Zuge unserer jährlich stattfinden Veranstaltung wurde der WerteKodex erarbeitet und es hat sich eine Gemeinschaft in der MICE-Branche (Meetings, Incentives, Conventions, Events) entwickelt, die authentisch für das Thema Werte einsteht. Darüber hinaus war die Werte Foundation im Jahr 2017 auf vielen Veranstaltungen und Messen präsent, um die Entstehung und Inhalte des WerteKodex Interessierten näher zu bringen. Das alles geschah ausschließlich auf Basis eines ehrenamtlichen und wirtschaftlichen Engagements weniger, wofür ich mich sehr bedanken möchte.

 

Quo vadis WerteKodex?

Oftmals wird mir gesagt, dass der respektvolle und wertvolle Umgang untereinander im Businness-Kontext eine Selbstverständlichkeit wäre. Nur bei genauerem Nachfragen und Einholen eines fixierten Commitments zum WerteKodex wird es schwieriger. Gründe (oder Ausreden) gibt es hierfür mehrere. So können manche Mitarbeiter nicht stellvertretend für ihr ganzes Unternehmen sprechen oder stören sich beispielsweise an einem Unterstützungsbeitrag für die Werte-Gemeinschaft zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Darüber habe ich mir in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht und vor einigen Tagen durfte ich in diesem Zusammenhang Hans-Jürgen Heinrich, dem Herausgeber des Fachmagazins events, ein Interview geben, zu dem mein Engagement unter dem Titel „Klartext, Herr Fritzges: Wohin geht die Reise?“, kritisch hinterfragt wurde.

Das Gespräch hatte ich zum Anlass genommen, die Neuerungen für 2018 zu erläutern. So werden wir ab sofort das Commitment zum WerteKodex kostenfrei stellen unter Beibehaltung der Leistungen. Wir werden Vertretern der Branche die Möglichkeit geben, sich ausschließlich persönlich zu verpflichten. Das Werte Event wird bevorzugt denen zugänglich gemacht, die sich zum WerteKodex bekennen und die Teilnahmegebühren werden in einen freiwilligen Unterstützungsbeitrag für das Werte-Projekt gewandelt.

 

Neuerungen in der WerteFoundation und für Ihr Commitment!

Ziel ist es, Hürden für ein Bekenntnis unter Beibehaltung eines klaren Statements abzubauen, und somit die Werte-Gemeinschaft zu erweitern. Meine persönliche Zielvorgabe wird es sein, mindesten 400 weitere Commitments zum WerteKodex der deutschen Eventbranche bis zum nächsten Werte Event einzuholen. Hierzu werden wir in keiner Weise „vertieblich“ vorgehen, denn ohne die intrinsische Motivation eines jeden Einzelnen und die Begeisterung für das Thema „Werte“ kann ein nachhaltiges und organisches Wachstum nicht erreicht werden. Wir werden den Weg dorthin jedoch erleichtern und daher zum Jahresbeginn, einer Petition ähnlich, eine Kampagne starten, um zu erfahren, wie viele Veranstaltungsplaner den WerteKodex pro aktiv unterstützen möchten.

Persönlich freue ich mich sehr auf die Planung und Organisation des nächsten Werte Events und wer mich kennt, weiß, dass ich mich an meinen eigenen Zielvorgaben messen lassen werde – mit allen Konsequenzen!

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Kein Plan B beim Werte Event

(Appel/WF) Am 14. Juni 2017 wurde das Werte Event erstmalig im Kongresszentrum der Westfalenhallen Dortmund veranstaltet und sorgte im Vorfeld mit dem diesjährigen Motto „Werte Gambling“ bereits für Diskussionen. Die Veranstalter Estrel Berlin, Hotel Schloss Montabaur und Hauptinitiator Bernd Fritzges bewiesen jedoch eindrucksvoll, wie Poker & Co für einen roten Faden im Werte-Kontext sorgten. Die Teilnehmer, überwiegend aus der Veranstaltungswirtschaft, erlebten ein intensives Kongressprogramm und hatten viel Raum für den persönlichen Austausch.

Es herrscht eine entspannte Atmosphäre beim Check-in, was eventuell damit zusammenhängt, dass diese Benefizveranstaltung auch in diesem Jahr wieder vor einem Feiertag stattfindet und somit fast exklusiv im Kongresszentrum der Westfalenhallen Platz findet. „Wir freuen uns sehr, das Werte-Event dieses Jahr ausrichten zu dürfen“, wird Henrik Bollmann, Projektbereichsleiter Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH, stellvertretend für den Veranstaltungsort später auf der Bühne zum Besten geben und mit der überzeugenden Leistung glänzen. Bis dahin weist Annegret Steglich, ehrenamtliche Projektleiterin der Werte Foundation, einen freundlich daraufhin, dass es heute noch einen Charity-Pokertisch geben wird. Auch in diesem Jahr wird der Erlös vollständig an die Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V. gespendet. Seit 2010 haben die Veranstalter bereits fast 60.000 Euro dem Spendenmarathon durch das Format zuführen können.

Als man das Plenum betritt, erwartet einen ein frisches Setup mit Lounge Sesseln, Konferenzstühlen, Stehtischen und eine in den Raum gerückte Bühne, auf der ein Pokertisch steht. Nachdem alle im Plenum ihren Platz eingenommen haben, startet auf der Leinwand ein fetziger Einspieler, der einen etwas an den Spielfilm Ocean’s Eleven erinnert. Da verwundert es auch nicht, dass die Moderatorin Sabine Altena in einem flippigen Outfit auf die Bühne springt und für die Begrüßung den Gastgeber, die Projektleiterin, die Veranstalter und Günter Mainka, Geschäftsführer Twilight Events, locker an den Pokertisch zum Gespräch bittet.

Moderatorin Sabine Altena zusammen mit WerteEvent Projektleiterin Annegret Steglich

Die Zuhörer im Saal erfahren, warum Ralf Kleinheinrich als Hoteldirektor Schloss Montabaur weiterhin zu den Veranstaltern zählt, obwohl er den Staffelstab als Veranstaltungsort der letzten sechs Jahre an die Westfalenhallen abgegeben hat. „Wir sind nach wie vor vom Thema überzeugt, unterstützen dieses Event und wollten dem Format auch mit einem neuen Standort die Chance auf Weiterentwicklung geben“, so Kleinheinrich. Zuvor hatte Initiator Bernd Fritzges mit einem „All In“ die Pokerterminologie aufgegriffen, um deutlich zu machen, dass er heute das Experiment eingehen wird, Gambling und Werte zu verbinden. Theresa Pritzke berichtet als Stellvertreterin des Estrel Berlin, wie in ihrem Haus auf Basis des zum letztjährigen Event vorgestellten Werte-Kodex ein Leitbild gemeinsam mit dem Hotel-Team entwickelt wurde.Am Ende dieser Gesprächsrunde bleibt nur noch Günter Mainka an der Seite der quirligen Moderatorin auf der Bühne und berichtet, dass er für seine Premiere bei dieser Veranstaltung eine ganz besondere Aufgabe übernommen hat. Als eine Art rasender Reporter war er am Vortag in Dortmund unterwegs und hatte unterschiedliche Unternehmen spontan zu ihrer Einstellung zum Thema Werte, Ethik und Moral interviewt. Im Laufe der Veranstaltung werden vier Interviews eingeblendet, die eine illustre Bannbreite von unterschiedlichen Unternehmen und Statements widerspiegeln. Dr. Winfried Materna, Firmengründer und Beiratsmitglied Materna GmbH, Edzard Bennmann, Leiter Unternehmenskommunikation der Signal Iduna Gruppe, Hans Herrmann und Felix Krämer, Inhaber der Kornbrennerei Krämer und Sir Hannes Smith, Bandleader „The Idiots“ und „Honigdieb“, waren seine Gesprächspartner.
„Unterschiedlicher und besser hätte die Auswahl nicht sein können“, freut sich Mainka, dem man anmerkt, dass seine Aufgabe im Zuge der Veranstaltung ihm sehr viel Freude bereitet. So entpuppen sich Altena und Mainka im Laufe des Tages zu einem starken Moderationsduo, die man später noch am Pokertisch antreffen wird.

Keine Trophäen, sondern Mahnmale

Poker-Experte Stephan Kalhamer mit seiner größten Trophäe

Es startet das Rednerprogramm. Die Keynote hält Stephan Kalhamer, der als Poker-Weltmeister, Unternehmensberater, Bestsellerautor und Diplom-Mathematiker angekündigt wird. Fast überheblich stellt der Regensburger seine größten Pokale auf den Pokertisch und sagt: „Das sind keine Trophäen, das sind Mahnmale!“ Denn Anerkennungen aus der Vergangenheit bringen keinen Vorteil für Entscheidungen in der Gegenwart und bürgen die Gefahr in sich, unachtsam zu werden. Oftmals fallen provozierende Aussagen wie „ich gehe an den Pokertisch und investiere in ein feindliches Umfeld“, so dass man sich im ersten Moment fragt, was das mit Werten zu tun haben soll. Schnell wird jedoch deutlich, dass seine Vorgehensweise am Spieltisch als Mathematiker sehr viele Parallelen zum wertvollen Umgang im geschäftlichen Alltag hat. Kalhamer kritisiert sehr deutlich die rein ergebnisorientierte Haltung unserer Gesellschaft und zeigt auf, dass wir uns mehr auf die Entscheidungsqualität besinnen sollten. „Arbeitet nur mit Plan A, wer noch einen Plan B besitzt, signalisiert seinem Umfeld, dass Plan A schlecht ist“, so der Poker-Experte. Menschen, die die Zeit rückwärts lesen, gibt es viele, jedoch im Hier und Jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen, darauf komme es an.
Diese Steilvorlage nutzt nach der ersten Netzwerkpause auch gleich der nachfolgende Redner und Experte für emotionale Intelligenz Markus Hornung. Anhand aktuellster neurowissenschaftlicher Untersuchungen zeigt Hornung auf, wie Bauchgefühl und Intuition auf Basis von Erfahrungen greifen und schlägt gekonnt die Brücken zu Kalhamers Vortrag. Nur wenn uns die Erfahrungen fehlen, kann uns das Bauchgefühl einen Streich spielen ist u. a. eine Lektion aus dem Vortrag des Münchners.

Im Anschluss teilt sich die Gruppe im Saal in die anliegenden Vortragsräume. Man folgt entweder Gertrud Hansel, der Unternehmensberaterin und Trainerin der Schule für Unternehmer oder Doreen Biskup, die in der MICE-Branche als Dozentin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VDVO bekannt ist.
Hansel analysiert die drei vorhandenen Stimmen in unseren Köpfen: der Unternehmer, der Manager und die Fachkraft. Alle drei arbeiten in uns und sind in jedem Unternehmen zu finden. Welche Stärken die einzelnen Charaktere haben und wie sie in Einklang gebracht, eine wertvolle und nachhaltige Unternehmensstruktur fördern, gibt die sympathische Augsburgerin mit Hilfe der drei Freunde von Helme Heine in ihrem mit Beispielen angereicherten Vortrag weiter.
Unter dem Titel „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – Warum BarCamp, World Café und Co. mehr Mut als Verstand erfordern“ dürfen drei Gruppen in dem Workshop von Doreen Biskup die größten Herausforderungen für die Durchführung partizipativer Veranstaltungsformate mit Lego nachbauen. Wie diese Problemstellungen gelöst werden, wird anschließend gemeinsam erarbeitet – interaktiv, versteht sich.
Es folgt die nächste Match-Making Pause, die bei den Teilnehmern der Werte-Gemeinschaft immer mehr Gefallen findet. Mehr als 250 Termine wurden so bereits im Vorfeld der Veranstaltung vereinbart und sorgen für zwanglose, persönliche und koordinierte Gespräche im 20-Minuten-Takt.

Das Coming Out

Prof. Dr. Hans Rück voller Vorfreude, auf das, was gleich kommen wird…

Es ist 17 Uhr und die Teilnehmer finden sich letztmalig im Plenum zusammen. Der Pokertisch auf der Bühne musste inzwischen Saxophone, Keyboard, Schlagzeug und Kontrabass weichen und Sabine Altena moderiert den letzten Redner des Tages an. Prof. Dr. Hans Rück, Dekan der Hochschule Worms begrüßt die gespannten Zuhörer im Saal und verweist darauf, dass Bernd Fritzges ihn am Vorabend spaßig fragte, ob der heutige Vortrag sein Coming Out als leidenschaftlicher Musiker sei. Denn in der Tat ist Rück vielen Fachleuten als Event-Experte im wissenschaftlichen Zusammenhang bekannt, als aktiver Jazzer hingegen nur wenigen.
In seinem Vortrag „Das Jazz-Prinzip: Improvisation als Erfolgsfaktor im Management“ erläutert er, wie das Zusammenspiel in einer Jazzband auf Basis von Bauchgefühl bestens funktioniert. Und spätestens als der Professor seine Mitstreiter auf die Bühne bittet, äußerst charmant den beginnenden Einsatz der einzelnen Instrumente fachlich moderiert und selbst zum Solo am Saxophone einsteigt, wird klar: Heute gibt es Jubelstürme für den Event-Fachmann und die Anzahl der Fans der Jazzmusik wird steigen.

Nach diesem begeisternden Auftritt wird es wuselig im Saal. Die Moderatorin bittet Fritzges noch einmal auf die Bühne, der in einer kurzen Ansprache sich auf die Aussage des Poker-Weltmeisters bezieht. „Bei der Modernisierung des Werte Events und dem damit verbundenen Werte Kodex gab es niemals einen Plan B. Wir haben auf Basis der Zusagen zum Werte Kodex nach der letzten Veranstaltung die Budgetierung aufgesetzt und nicht daran gerüttelt. Leider blieb es bei vielen nur bei Lippenbekenntnissen. Das änderte und ändert jedoch nichts, wir machen weiter, es gibt nur Plan A“, so Fritzges. Es scheint zu diesem Zeitpunkt eine emotional positiv geladene Stimmung im Raum zu herrschen, so dass man sich zwangsläufig die Frage stellt, was man tun soll. Und dies wird sicherlich die Herausforderung für Steglich, Fritzges & Co in der Zukunft sein: Klarer kommunizieren, verbindliche Committments zum Werte Kodex einholen und frühzeitig Unterstützer und Partner für dieses Event binden.

Doch wir sind noch nicht am Ende, ein weiteres Video wird eingespielt. Dieses Mal lacht einen Wolfram Kons an, der als Vorstand der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ sowie Gesamtleiter „Charity RTL“ zu uns spricht und sich für die tolle Zusammenarbeit mit den Veranstaltern bedankt, die bereits seit 2010 den RTL Spendenmarathon unterstützen. Er verweist darauf, dass noch einige Plätze am Charity-Pokertisch erworben werden können und sich daraus die Gesamtspendensumme berechnen wird. Am Ende der Veranstaltung wird ein Betrag in Höhe von 4.150 Euro zu Buche stehen, der durch das Engagement der Partner, Redner und Veranstalter zustande kam.

Alle Partner, Redner und Veranstalter vom WerteEvent 2017 mit dem Spendencheck für die Stiftung “RTL – Wir helfen Kindern e. V.”

Show & Charity

Auch am Charity-Pokertisch kann sich Stephan Kalhamer durchsetzen und gewinnt somit ein Wochenende auf der MQ Ranch von Günter Mainka, der leer ausgeht.

Man wird vom Silbersaal im Kongresszentrum in das direkt anliegende Mercure Hotel geleitet. Barbecue, Pokertisch und Cocktailbar sorgen für chillige Atmosphäre im Restaurant und auf der Terrasse. Und während Stephan Kalhamer am Charity-Pokertisch seiner Favoritenrolle gerecht wird, sorgt George Michael alias Lee Garcia aus dem Stars in Concert Ensemble für Las-Vegas Feeling. Bis nach Mitternacht tauscht sich die Werte-Gemeinschaft aus und es wird deutlich: Dieses Event braucht keinen Plan B.
Wer mehr zum Werte Event und dem Werte Kodex erfahren möchte oder sich als Unterstützer dieses Projekts beteiligen möchte, findet weitere Informationen unter www.werte.foundation.

Über Werte Foundation

Aus der Überzeugung heraus, dass in der Veranstaltungsindustrie ein zunehmender Werteverfall festzustellen ist, wurde 2010 ein Veranstaltungsformat ins Leben gerufen, welches Akteure der Branche dazu einlädt, sich mit den Themen Werte, Ethik und Moral auseinanderzusetzen.
Im Kontext dieser Veranstaltung hat sich im Jahr 2015 ein Gremium aus Branchenvertretern gefunden, die sich die Erarbeitung eines Kodex für die Eventbranche im Sinne des ehrbaren Kaufmanns auf Basis von Integrität und Partnerschaft zur Aufgaben gemacht haben. Der 2016 vorgestellte Werte Kodex gibt seitdem in Form von Leitsätzen, Anreize für einen werteorientierten Umgang.
Die Entstehung der Werte Foundation ging auch mit der Umbenennung zu WerteEvent (ehemals Werte 2.0) einher, welches am 14. Juni 2017 erstmalig im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen stattfand, nachdem das Format die letzten Jahre im Hotel Schloss Montabaur durchgeführt wurde.

Text: Werte Foundation c/o Agentur Fritzges
Bilder: ©loris.tv – Thomas Loris

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Fünf Fragen an Florian Schröder – ein Gespräch mit dem Chef des Beach Hamburg #WertePionier

Ein Strand mitten in der Stadt? Ja, so etwas gibt es in Hamburg. Die Idee wurde vor etwa zehn Jahren aus Berlin importiert und Florian Schröder setzte sie in der Hansestadt um, eine Eventlocation, wie sie selten zu finden ist. Die Illusion, am Strand zu sein, wird perfekt inszeniert, und da der Sand vom Fußboden her auf  Wohlfühltemperatur gehalten wird, ist auch im Winter für Karibikfeeling gesorgt. Dem Vergnügen steht nichts im Weg und auch dem Sport nicht, denn es gibt ausreichend Beachvolleyplätzte für jedes Leistungsspektrum. Florian Schröder stand uns für ein Gespräch zum Wertekatalog zur Verfügung.

Frage: Werte sind in einer Zeit, in der oft rücksichtslos vorgegangen wird, auch  im eigenen Interesse wichtig. Von den sieben im Kodex gelisteten steht  Ehrlichkeit an der Spitze und die anderen bedingen mehr oder weniger einander,  was hat sie daran fasziniert, dass Sie sich so eindeutig dazu bekennen?

Florian Schröder: Ich musste mich zu dem Thema Werte 2.0 nicht erst durchringen bzw. konnte und  wollte mich gleich dazu bekennen, da sich die Inhalte sehr mit meiner Einstellung und Haltung zum Leben decken und wir die benannten Werte auch in  unserem Unternehmen vorher schon gelebt haben und als Basis eines weitsichtigen oder nachhaltigen Handelns sehen. So vermeintlich einfache Sprüche wie „Du kriegst im Leben was Du gibst” oder „Man sieht sich im Leben immer zweimal” sind für mich und unser Team am Strand dann eben doch mehr als nur Sprüche und bieten uns so gute Richtungsweiser für unser  Handeln. Die Werte der Werte 2.0 Kultur, die an sich ja gar nicht neu sind, sind  dann eher zwangsläufige Resultate daraus.

Frage: Nehmen wir den Aspekt Loyalität einmal heraus. Gegenüber den Mitarbeitern   könnte es schon mal zum Konflikt kommen, wenn nicht zu beeinflussende   Ereignisse, wie z.B. Krankheit der Person oder eines ihr Nahestehenden sich   mit betrieblichen Erfordernissen nicht in Einklang bringen lassen. Wie gehen  Sie dann vor?

Florian Schröder: Natürlich sind auch wir nicht davor gefeit, uns zu ärgern, wenn jemand zu einem ungünstigen Moment ausfällt, aber das sind – wenn es überhaupt vorkommt – nur kurze  Momente. Da hilft uns, sich in die Lage des anderen zu versetzen und schon ist der Ärger vom Tisch. Davon abgesehen kümmern wir uns in unserem Unternehmen viel um die Mitarbeiter bzw. kümmern die sich untereinander auch umeinander, so dass  wir das Glück haben in einem sehr loyalen Team zu arbeiten, das zum einen Ausfälle super abpuffert und in dem zum anderen die Gesundheit des einzelnen wichtiger ist als vielleicht mal für jemanden ’ne Stunde länger zu arbeiten oder  ’ne Aufgabe mit zu übernehmen. Klar ist aber in jedem Fall, dass wir zu dem  Kollegen bzw. Mitarbeiter stehen und Ihn oder Sie in schwierigen Phasen  unterstützen.

Frage: Wenn wir schon bei der Loyalität sind. Sie ist manchmal schwierig  durchzuhalten, wenn der Partner (Lieferant) das nötige Equipment nicht liefern  kann, für ein Event, das zu veranstalten ist. Was ist  zu tun?

Florian Schröder: Hier hatten wir zum Beispiel das Erlebnis, dass unser Technikpartner aus unseren Anfängen nicht mit uns mitgewachsen ist und immer mehr Aufträge nicht umsetzen  konnte. in solchen Fällen gehen wir offen in die Kommunikation mit dem Partner /  Lieferanten, so dass dieser zumindest weiß, wenn wir uns gezwungen sehen  Aufträge anderweitig zu vergeben und schauen gleichzeitig, an welcher Stelle man  den vertrauten Partner / Lieferanten vielleicht trotzdem noch beauftragen kann.

Frage: Sie haben das Unternehmen in Hamburg von der ersten Stunde an begleitet. Und  wenn man rund über das Jahr so viele Besucher hat und zwar der verschiedensten  Art, von der Kaffeetafel über den Kindergeburtstag, Hochleistungssportlern bis zum Großereignis mit mehr als 1 500 Gästen, haben sie viele zufriedene, aber  auch gelegentlich unzufriedene Kundschaft. Wie gehen Sie damit um?

Florian Schröder: Zu der Frage fallen mir verschiedene Aspekte ein. Zum einen ist uns die  Kundenzufriedenheit wichtiger als der Gewinn, was sich für mich aus der Idee  ergibt, nachhaltig und weitsichtig zu Handeln. Das heisst natürlich nicht, dass  wir hier alles verschenken um die Kunden glücklich zu machen. Das schaffen wir zum Glück in 99% aller Fälle mit unserer Leistung. Das sage ich um die Einstellung bei Beschwerden zu zeigen. Beschwerden und Rückmeldungen werden  ernst genommen und ganz bewusst lassen wir denjenigen im ersten Schritt hören und spüren, dass wir Ihn verstanden haben und ernst nehmen. Im zweiten Schritt geht es dann darum das Problem zu lösen, was dann aber in der  Regel schon in einem sehr angenehmen Umfeld passieren kann. Das betrifft gar  nicht nur Kunden, sondern zum Beispiel auch unsere Nachbarn, mit denen wir kein Geld verdienen, die wir aber gelegentlich durch unseren Betrieb stören. Hier haben wir nach Gesprächen zum Beispiel in besonders leise Hubwägen investiert  oder haben unsere Tore gedämpft, so dass die beim Schließen nicht knallen und so weiter…

Frage: Gelegentlich heißt es, Werte seien Luxus und das Streben, ein ordentlicher   Kaufmann zu sein, halte den Realitäten nicht stand, was ist zu tun, um diesen  Tendenzen Einhalt zu gebieten?

Florian Schröder: Das ist eine schwierige Frage, die sich – glaube ich – weder leicht noch schnell  beantworten bzw. lösen lässt. Ich würde mir wünschen, dass der WerteKodex 2.0  erfolgreich wird und so über die Jahre eine Sogwirkung entsteht und Menschen und Firmen sehen,  dass korrektes Verhalten sich auf lange Sicht auszahlt, mal davon abgesehen, dass es auch Spaß macht. Im zwischenmenschlichen Bereich gestaltet man ja sein Umfeld und formt seine Mitmenschen und wird von Ihnen geformt. Hier kann man – denke ich – von innen nach außen wirken. Da hilft es und wirkt es, mit gutem Beispiel voran zu gehen und  auch zu zeigen wie gut es einem damit geht. Bei Firmen und Fremden ist der Weg denke ich genau anders rum von außen nach innen. Hier können über den Erfolg von Programmen wie der Werte 2.0 Kodex Firmen ins Boot geholt werden, wo dann das Handeln der Firma nach innen auf die  Menschen in den Unternehmen wirkt.

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Fünf Fragen an Thomas Loris – ein Gespräch mit dem Chef der Blitzboxx #WertePionier

Die Blitzboxx bietet seit 2013 Konzepte für Fotoboxen im MICE Markt. Besonderer  Wert wird dabei auf eine stilvolle und qualitativ hochwertige Einbettung in das  Veranstaltungskonzept gelegt. Neben den Standorten im Westerwald und in Hamburg  wird es in 2017 weitere in Deutschland und der Schweiz geben.

Die Idee für die Fotoboxen entstand 2013 in Berlin. Auf dem täglichen Weg ins Büro entlang der Warschauer Straße wurden die öffentlichen Fotoautomaten zu jeder Tageszeit regelrecht belagert. Thomas Loris, Chef des Unternehmens, stand uns zu einem Gespräch über den Wertekodex zur Verfügung.

Frage: Werte im Blick zu halten in einer Zeit, in der postfaktisch Mode geworden ist, ist sicher nicht ganz einfach, aber Sie haben ein Unternehmen, das sich aus sehr kleinen Anfängen heraus entwickelt hat. Schon am Anfang haben sie gespürt, dass Ehrlichkeit sich auszahlt, können Sie mal kurz schildern, wie das war?

Thomas Loris: Die Idee der Blitzboxx haben wir neben unserem Hauptgeschäft, der Filmproduktion, zunächst langsam nebenbei entwickelt. Durch eine Event-Agentur, mit der wir seit vielen Jahren im Filmbereich zusammenarbeiten, bekamen wir sehr kurzfristig die Möglichkeit unsere Blitzboxx auf ihrem Messestand auf der ITB zu präsentieren. Da viele Dinge noch unfertig waren, mussten wir einiges improvisieren. So waren beispielsweise unsere Accessoires von Hand ausgeschnitten und beschrieben. Wir saßen abends zu Hause und haben fast 1.000 Holzwäscheklammern und Flyer mit unserem Logo gestempelt. Wir hatten viele Ideen, von denen wir zu diesem Zeitpunkt nur auf der Messe vor Ort erzählen konnten. Bei den Messebesuchern waren es genau diese improvisierten Dinge, die unsere Aktion sympathisch machten und die gut ankamen. Viele Interessenten glaubten an uns und gaben uns in diesem frühen Stadium die Möglichkeit, unsere Ideen umzusetzen und das Konzept weiterzuentwickeln. Daraus haben sich viele langjährige und enge Partnerschaften entwickelt, die bis heute andauern.

Frage: Sie haben die Fotobox zwar nicht erfunden, aber doch in gewisser Weise ein Allleinstellungsmerkmal, weil sie es etwas anders machen als der Wettbewerb, auch hier spielen die Dinge eine gewisse Rolle die im Wertekodex verankert sind. Können sie uns sagen, was das ist?

Thomas Loris: Bei der Entwicklung der Blitzboxx war es uns von Anfang an wichtig, dass wir uns ausschließlich über Qualität definieren. Das beginnt beim Design der Box, über die Auswahl der Accessoires, das Auftreten gegenüber den Gästen bis hin zur gesamten Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern.

Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, die teilweise aus ganz anderen Branchen kommen und für die technische Umsetzung unserer Ideen oft völlig neue Sichtweisen und Lösungen ins Spiel bringen.

Um diese Unterschiede gegenüber neuen Kunden zu kommunizieren nutzen wir weniger Onlinemarketingmaßnahmen. Wir betreiben einen relativ großen zeitlichen und finanziellen Aufwand, um sie auf Messen und kleineren Promotion-Veranstaltungen erlebbar zu machen. In persönlichen Gesprächen können wir dabei unsere Kunden kennenlernen und auch umgekehrt durch unsere Persönlichkeit überzeugen. Auf diese Weise ist sehr schnell einzuschätzen, ob die gemeinsamen Ziele und Werte für eine Zusammenarbeit passen.

Für uns zahlt sich dieses Engagement aus, da fast neunzig Prozent unserer Kunden die Blitzboxx vorher auf einer Veranstaltung erleben durften oder durch Weiterempfehlung auf uns aufmerksam wurden.

Frage: Bei aller Liebe zur Kunst, ist sie doch mit Mühen verbunden. Was denken Sie, welches der Postulate: Ehrlichkeit, Loyalität, Mut, Respekt, Weitsicht, Verantwortung und Zuverlässigkeit und das gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und dem Wettbewerb ist in ihrem Geschäft am schwierigsten durchzuhalten?

Thomas Loris: Letztendlich funktioniert es auf Dauer nur durch das enge Zusammenspiel aller Werte. Für mich persönlich würde ich dem Mut eine besondere Bedeutung geben. Mut, um Entscheidungen zu treffen, Dinge zu hinterfragen, auch und vor allem wenn sie unangenehm sind. Mut, um auch in finanziell schwierigen Momenten weiterzumachen, um der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und Kunden gerecht zu werden. Mut, sich ständig weiterzuentwickeln und neue Ideen auszuprobieren, auch wenn sie noch Zeit brauchen um sich durchzusetzen oder letztendlich gar scheitern. Im Hinblick auf Wettbewerber fällt es manchmal schwer, den Mut zu haben, um aufeinander zuzugehen. Wir versuchen dadurch Synergien zu schaffen und empfehlen Konzepte auch weiter, von denen wir überzeugt sind, falls dies für eine Kundenanfrage besser passen sollte.

Frage: Die Expansion ihres Unternehmens ist nicht ganz einfach, weil alles authentisch sein soll, was mit der Blitzboxx geschieht. Und da sie es deutschland- am liebsten europaweit betreiben wollen, müssen sie häufig multiplizieren. Wie geht das?

Thomas Loris: Die Blitzboxx ist als Ein-Mann-Projekt gestartet. Vor allem im vergangen Jahr, nach unserer Teilnahme an der Captain Mice Future Tour,  haben wir eine Entwicklung durchlaufen, die eine Expansion von Material, Standorten und Mitarbeitern erforderte. Weitaus schwieriger als die Zusammenstellung neuer Pakete, die zunächst einen überwiegend finanziellen Aufwand bedeuteten, war für mich, loslassen zu können. Dinge abzugeben und trotzdem sicherzustellen, dass die mir wichtigen Werte bei der Durchführung unserer Veranstaltungen beachtet werden.

Der Anspruch bei der Suche nach Mitarbeitern gestaltete sich nicht leicht und wir haben uns vor allem auf Empfehlungen von Menschen verlassen, mit denen wir schon über längere Zeit eng verbunden sind. Das Wichtigste, was wir dabei gelernt haben, ist ganz simpel: Kommunikation. Wenn irgendwo Probleme auftraten, lag es fast ausschließlich an nicht eindeutig kommunizierten Vorgaben oder Erwartungen. Dinge, die für mich klar waren aber andere Mitarbeiter nicht wissen konnten. Daraus haben wir gelernt und uns selbst etwas gebremst, um zunächst eine Art „Handbuch“ zu entwickeln, damit für alle zukünftigen Expansionen eine klare Grundlage vorliegt und bei jeder Veranstaltung unsere Werte transportiert werden.

Frage: Gelegentlich heißt es, Werte seien Luxus und das Streben, ein ordentlicher Kaufmann zu sein, halte den Realitäten nicht stand, was ist zu tun, um diesen Tendenzen Einhalt zu gebieten?

Thomas Loris: Wir haben dazu bisher sehr positive Erfahrungen gemacht. Bei all unseren Kunden konnten wir uns auf eine sehr enge, professionelle und werteorientierte Zusammenarbeit verlassen.

Um dies weiter, auch branchenübergreifend, zu fördern, ist der Wertekodex für uns ein sehr richtiger und wichtiger Schritt, den wir von Beginn an unterstützen möchten. Die Handlungsempfehlungen stellen für uns klare Richtlinien für einen gemeinsamen verlässlichen Umgang dar, die wir bieten, aber auch von allen Akteuren erwarten. Um dies klar zu kommunizieren, kann es z. B. notwendig sein, bestimmte Anfragen abzulehnen oder die Zusammenarbeit mit Partnern ständig neu zu bewerten.

Wir wünschen uns, dass sich der Wertekodex etabliert und sich möglichst viele Dienstleister anschließen und ihn umsetzen. Er erleichtert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ungemein.

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Fünf Fragen an Christian von Rumohr – ein Gespräch mit dem Chef des Hotels Mondial #WertePionier

In Berlin zwischen Bleibtreu- und Schlüterstrasse findet sich das Vier-Sterne-Haus Mondial, mitten auf dem lebendigsten, exklusivsten Stück des Ku’damms. Verwurzelt in einer langen Tradition als Hotel vorwiegend für Stammgäste hat das Haus in den letzten vier Jahren unter der Leitung des Geschäftsführenden Direktors Christian von Rumohr den Flair der Caféhauskultur der 20er Jahre für die Restaurants wiederentdeckt und ihn mit der Moderne verbunden.

Bar, Restaurant, Eingangshalle und Terrasse erhielten mehr als nur ein Facelift, wurden mit klarer konsequenter Linie in Position gebracht, um so den besonderen Herausforderungen in der Hauptstadt zu bestehen.

Bewusst ist man sich zugleich der geschichtlich-gesellschaftlichen Verantwortung, die mit der Lage des Grundstücks verbunden ist: Das auf den Namen „Redelsheimer“ getaufte Restaurant erinnert mit Respekt an den Namensgebers Paul Jakob Redelsheimer, einen Berliner Möbelfabrikanten, der hier auf Nr. 47 seine Geschäftsräume hatte und dessen Leben 1937 in Theresienstadt endete.

Eleganz und stilvolle Atmosphäre, helle Farben und hochwertige Materialien, die offene und zugewandte Gastlichkeit eines funktionierenden und ambitionierten Teams sowie Kriterien wie zertifizierte Barrierefreiheit prägen den Geist des Hauses, das heute den individuellen Wünschen aller privat Reisender – insbesondere auch derer mit Handicap –, ebenso gerecht wird wie den gehobenen Ansprüchen Geschäftsreisender und Tagungsgästen.

Auch für den Businesslunch gibt es kaum keinen besseren Ort: Im Restaurant bei offenen Fensterfronten oder auf der großzügigen Kudamm-Terrasse können sich Geschäftsleute von leichten bodenständigen Gerichten überzeugen lassen. Nachfolgende Termine? Vorsicht. Die Versuchung ist groß, sich dem Ambiente hinzugeben, zurückgelehnt dem Treiben auf dem Kudamm zuzuschauen oder gleich in die angrenzende Bar zu wechseln, wo Keeper Nouri, Institution der Berliner Hotelszene, ab dem frühen Abend Cocktails mixt. Christian von Rumohr stand uns fünf Augenblicke zur Verfügung.

Frage: Werte sind ja etwas besonderes in unserer jetzigen Zeit, die von Egoismen geprägt ist. Wie sind Sie eigentlich mit dem Themenkreis in Berührung gekommen?

Christian von Rumohr: Ich bin so erzogen worden, dann kam das Erwachsenwerden mit dem Hamburger Kaufmannsdenken und der Lehre in Hamburg, und dann hatte ich das Glück weitestgehend Direktoren gehabt zu haben unter denen man so arbeiten konnte. Nach vielen interessanten Gesprächen mit Bernd Fritzges sprach er mich auf das Format an.

Frage:  In dem von und für die Eventbranche gschaffenen Wertekodex steht Ehrlichkeit ganz oben auf der Pyramide. Ist das Zufall oder kommt dieser Verhaltensweise tatsächlich eine besondere Bedeutung zu?

Christian von Rumohr: Beides, ehrliches kaufmännisches Handeln hat meinem Eindruck nach vor Jahren bei den Firmenratenverhandlungen Einzug gehalten, beim Internet gibt es noch Steigerungspotential, und der logische nächste Schritt ist die Eventbranche. Letztendlich gibt man ein großes Budget in fremde Hände, da hilft der Wertekodex

Frage: Das Hotel Mondial in Berlin am Kurfürstendamm hat ja aufgrund seiner Lage ein Alleinstellungsmerkmal. Wie gehen Sie damit bei der Preisfindung gegenüber dem Hotelgast aber auch gegenüber der Tagungskundschaft um?

Christian von Rumohr: Ja, zugegeben die Lage ist wirklich toll, aber bitte vergessen Sie nicht, dass wir ein mittelständischer Einzelkämpfer sind. Das hat Vor– und Nachteile, aber ganz klar ist unser tägliches Handeln vom Einkauf der Waren, das Umgehen mit Mitarbeitern, das Betreuen des Gastes (nicht zu vergessen, dass wir das 1. barreirrefreie Hotel Europas waren), bis zur Verabschiedung des Gastes geprägt von Inhalten des Wertekodexes. In Bezug auf die Preisfindung schließen auch wir manchmal marktgerechte Kompromisse, aber den Preiskampf machen wir nicht mit. Auch wenn dann ein Zimmer mal leer steht im Haus gibt es genug zu tun bis hin zu einer vielleicht sogar bewussten Regenerierung von Mensch und Mobiliar

Frage: Man sagt nicht umsonst, dass motivierte Mitarbeiter das Wichtigste ist, was ein Unternehmen heute braucht. Das trifft sicher noch mehr auf die Hotellerie zu. Im Wertekodex wird von Respekt gesprochen, gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitbewerbern, aber auch gegenüber den Angestellten. Was ist zu tun, wenn es einem Gast einmal an Respekt mangelt?

Christian von Rumohr: Ich muss gestehen, dass mein Maß an Gästebeschwerdeakzeptanz gesunken ist. Erst im letzten Meeting auf der letzten Strategiebesprechung 2017 in Dresden habe ich allen Abteilungsleiter und stellvertretenden nochmal deutlich gemacht, dass ich es nie wieder erleben möchte, dass ein Gast einen Mitarbeiter zum Weinen bringt.Was war passiert? Ein anreisender Gast konnte einfach morgens um halb 10 sein Zimmer noch nicht direkt beziehen und hat sich gegenüber meiner Mitarbeiterin Luft verschafft. Ein klärendes Gespräch konnte die Situation in diesem Fall bereinigen und meine Mitarbeiterin akzeptierte die Entschuldigung.Ich scheue mich nicht, Gästen mitzuteilen, dass das Hotel Mondial vielleicht nicht das richtige Hotel für den Aufenthalt ist oder wieder sein wird.

Frage: Gelegentlich heißt es, Werte seien Luxus und das Streben, ein ordentlicher Kaufmann zu sein, halte den Realitäten nicht stand, was ist zu tun, um diesen Tendenzen Einhalt zu gebieten?

Christian von Rumohr: Unabhängig davon in welcher Situation man sich befindet, muss man sich diese Dinge immer wieder ins Gedächtnis rufen. Enttäuschungen bleiben nicht aus, es gilt zudem Schaden vom Betrieb fernzuhalten. Wir haben für uns diesen Weg beschlossen und sind froh, dass unser Erfolg hier im Mondial nicht auf dem Rücken Schwächerer oder zu Lasten anderer basiert.

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Fünf Fragen an Peter Friedhofen – ein Gespräch mit dem Geschäftsführer von ALOOM #WertePionier

Professionelles Tagungsmanagement ist ein Anspruch, der erfüllt werden will. Und wer ein Event zu organisieren hat, erfährt, welche Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg liegen. ALOOM hat sich im Markt einen Namen gemacht, auch weil die Firma zur Hotelbuchungs- und Locationplattform mutierte. Peter Friedhofen hat sich aus Überzeugung mit dem Wertekodex identifiziert. Er stand uns zu einem kurzen Gespräch zur Verfügung.

Frage: Im Wertekodex steht Ehrlichkeit an der Spitze der Skala. Das hat sicher seinen Sinn, denn alle anderen Werte basieren darauf. Darf ich fragen, wie Sie es damit halten im Verhältnis zu Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten aber auch gegenüber dem Wettbewerb?

Peter Friedhofen: Besonders in unserer heutigen Zeit, in der zu viel Unverbindlichkeit herrscht, Absprachen und Besprochenes immer kürzere Halbwertszeiten zu haben scheinen, ist es umso wichtiger, grundlegende Werte zu haben und diese auch zu leben. Die Ehrlichkeit im Innenverhältnis eines Unternehmens zählt für mich zu den Grundfesten einer gelebten Wertekultur. Mitarbeiter wie Vorgesetzte müssen sich auf Abgesprochenes und gemachte Zusagen verlassen können. Vertrauen ist die Grundlage jedes erfolgreichen Teams. Wenn Ehrlichkeit fehlt, kann kein Vertrauen da sein.

Frage: Sie haben Ihre Firma soeben zu einem Marktplatz für die Eventbranche entwickelt. Dafür bedarf es sicher eines gewissen Mutes, ein Wert, der auch im Kodex eine Rolle spielt. Können Sie einmal kurz schildern, was die schwierigste Phase in der Umsetzung war und wie sie überwunden wurde?

Peter Friedhofen: Die schwierigste Phase des Projektes war nicht der Start, die Projektierung oder die eigentliche Umsetzung sondern tatsächlich die Geduld zu warten, bis das Projekt final abgeschlossen war. Ich würde in diesem Kontext auch nicht von Mut sprechen wollen, sondern von Unternehmertum. Unternehmen, die sich nicht weiterentwickeln, werden zwangsläufig, gerade in unserem doch sehr agilem Entwicklungsumfeld, verlieren. Es ist also eine zwingende Voraussetzung, permanent, wenn Sie so wollen, den Mut aufzubringen, sich und das Unternehmen weiterzuentwickeln. Ich finde, dass Mut in diesem Kontext die Grundeigenschaft eines jedes Unternehmers ist; lässt uns genau dieser doch jeden Tage wach durch die Welt gehen und heute Dinge unternehmen, die morgen unsere neuen Projekte sind.

Frage: Eng mit dem Mut zusammen hängt die Weitsicht, denn, wenn man nur wenige Schritte voraus sieht, ist schlecht voraus zu stürmen. Der Wertekodex erwartet diese Weitsicht gegenüber den Mitarbeitern, den Kunden den Lieferanten und dem Wettbewerb. Das erscheint in der Expansionsphase besonders wichtig, denn man muss ja immer eine Nase voraus sein. Wie ist hier  vorzugehen?

Peter Friedhofen: Ich würde hier gerne den Begriff der Verantwortung benutzen. Weitsicht gleich Verantwortung. Die Weitsicht bzw. Verantwortung sich, seine Mitarbeiter, Lieferanten und andere Beteiligte mit neuen Projekten nicht zu überfordern, aber auch nicht zu unterfordern. Die Herausforderung trotz des operativen Tagesgeschäftes immer die formulierten und gesteckten Ziele und Visionen im Auge zu behalten. Diese tragen im Ergebnis ja zur Absicherung aller Beteiligten bei. Aber schon der Weg dahin sollte das berücksichtigen. Alle Beteiligten müssen zwingend diese Ziele kennen und fortlaufend informiert und integriert werden. Nur so können auch zähe, aufreibende Phasen eines Projektes erfolgreich im Team überwunden werden.

Frage: Überspitzt könnte man sagen, die Leitsätze bedingen den wirtschaftlichen Erfolg. Denn das Leben lehrt, dass man damit weiter kommt als mit Unseriosität. Wie sind Sie eigentlich mit der Initiative in Berührung gekommen?

Peter Friedhofen: Meine Kontakt zur Initiative entstand über Bernd Fritzges. Wir hatten an anderer Stelle geschäftlichen Kontakt und kamen so auf das Thema Werte 2.0. Im Rahmen der technologischen Umstrukturierung von ALOOM wurden auch in der Operative viele Dinge verändert. In diesem Zusammenhang habe ich viele offene Gespräche mit meinen Mitarbeitern geführt, welche immer wieder auch irgendeinen Bezug zum Wertethema hatten. Ich habe hier viel erfahren dürfen und in diesem Zusammenhang auch meinen Managementansatz überprüft und  teilweise verändert. Die Ergebnisse waren extrem spannend für mich. Somit hat das Thema für mich zwischenzeitlich eine hohe Relevanz. Ich bin überzeugt, dass die Werte 2.0 Plattform wertvolle Impulse für die Veranstaltungsbranche liefern kann.

Frage: Trotzdem heißt es gelegentlich, Werte seien Luxus und das Streben, ein ordentlicher Kaufmann zu sein, halte den Realitäten nicht stand. Was ist zu tun, um diesen Tendenzen Einhalt zu gebieten?

Peter Friedhofen: Das muss, glaube ich, jeder für sich selber entscheiden. Will ich ein ehrenhafter Kaufmann sein, oder nicht? Ist es mir wichtig, dass mein Wort etwas zählt? Dass sich die Menschen auf mich verlassen können? Ich persönlich will für mich diesen – wenn Sie es so nennen mögen – Luxus, ein ordentlicher Kaufmann zu sein. Mein Wort soll etwas zählen. Ich möchte, dass sich meine Mitarbeiter und unsere Kooperationspartner auf mich verlassen können. Ich bin zudem fest davon überzeugt, dass jeder langfristig orientierte Unternehmer nicht an einem Wertegerüst, wenn auch nur in einer Minimalkonfiguration, vorbeikommt, da der Markt, die Mitarbeiter und Partner dieses einfordern. Denn: Wie kann man ohne Markt, Mitarbeiter und Partner ein erfolgreicher Unternehmer sein?

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